Nach Hundeattacke: "Darf nie wieder passieren“. Gabriela und Gerhard Ziedler wurden von Hund gebissen: Laut dem Ehepaar hätte es nie so weit kommen dürfen.

Von Christian Feigl. Erstellt am 14. Mai 2019 (05:01)
Feigl

Es ging blitzschnell: So wie fast täglich waren die Neunkirchner Gabriela und Gerhard Ziedler über den Petersberg nach Ternitz spaziert, um ein bisschen Bewegung zu machen. Dass sie dabei auch an einem Firmengelände vorbeikommen, in dem ein aggressiver Rottweiler lebt, war dem Ehepaar bekannt.

„Das Einfahrtstor stand offen und deshalb haben wir noch geglaubt, dass der Hund eh eingesperrt ist“, erinnert sich Gerhard

Ziedler an den schrecklichen Zwischenfall. Doch weit gefehlt, wie aus dem Nichts tauchte der Vierbeiner plötzlich auf und verbiss sich im linken Bein der Frau: „Ich habe mich noch nie in meinem Leben gefürchtet, aber da hatte ich zum ersten Mal Todesangst. Der Hund war wie im Blutrausch“, so Ziedler.

Mit Tritten und Schlägen versucht er, den Hund von seiner Gattin wegzubekommen, „aber ich habe geglaubt, ich trete gegen einen Baum. Da kam keine Reaktion.“

Hundebesitzer bestreitet Vorwürfe

Erst als laut Ziedler der Besitzer mit dem Auto kommt und seinen Hund zurückpfeift, lässt der von seinem Opfer ab. „Der Hundebesitzer ist mit dem Rottweiler einfach weitergefahren, hat sich nicht einmal um uns gekümmert und sich bis dato nicht entschuldigt“, ist die Familie beim Besuch der NÖN im Krankenzimmer Wiener Neustadt außer sich. Der Besitzer des Hundes bestreitet allerdings diese Vorwürfe, siehe Geschichte unterhalb.

Auch zwei Tage nach dem Vorfall steht dem Ehepaar der Schock noch ins Gesicht geschrieben: „Das darf nie wieder passieren, nicht auszudenken, wenn der Hund ein Kind erwischt hätte!“

Während Gerhard Ziedler mit leichten Blessuren davonkommt, erleidet seine Gattin durch die Attacke schwere Verletzungen: „Da war ein riesiges Loch oberhalb des Knöchels. Der Arzt hat gesagt, mit Pech hätte auch der Fuß ab sein können! Das Gewand und sogar der Schuh sind komplett kaputt“, erzählt ihr Mann.

„Der Fuß tut mir noch immer sehr weh. Wegen der Infektionsgefahr bekomme ich starke Antibiotika. Es ist nicht absehbar, wann ich das Spital verlassen kann“, so das Bissopfer.

Mittlerweile hat sich das Ehepaar auch einen Anwalt genommen: „Bei der Polizei wurde uns gesagt, dass das bereits der vierte Vorfall mit diesem Hund war. Leider muss immer etwas passieren, bevor etwas passiert“, hoffen die beiden, dass solchen Vorfällen künftig auch behördlich ein Riegel vorgeschoben wird. Denn in einem sind sich Gabriela und Gerhard Ziedler ziemlich sicher: „Der Hund hätte dem Besitzer längst entzogen gehört!“

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