Ternitz rechnet mit Finanzminus von 354.900 Euro. In der nächsten Gemeinderatssitzung am 14. Dezember wird unter anderem auch das Budget des nächsten Jahres beschlossen. Der SPÖ-Finanzstadtrat rechnet mit einem Abgang.

Von Tanja Barta. Erstellt am 27. November 2020 (11:39)
SPÖ-Stadtchef Rupert Dworak, Stefan Kovacs von der Finanzabteilung der Stadt, Geschäftsbereichsleiterin Marion Handler und SPÖ-Finanzstadtrat Peter Spicker.
Stadtgemeinde

Trotz Sparkurs und Einsparungen in allen Bereichen wird es im Budget 2021 der Stadtgemeinde ein Minus von rund 354.900 Euro geben. Auch die Schulden werden von 16.441.100 Euro auf 17.092.500 Euro ansteigen. "Wir haben für das Jahr 2021 den Gürtel sehr eng geschnallt, da wir nicht wissen, wie sich die Wirtschaft und damit unsere Einnahmen entwickeln. Erstmals rechnen wir mit einem Abgang, den wir aber bei Erholung der wirtschaftlichen Situation 2022 wieder wettmachen können“, so SPÖ-Stadtrat Peter Spicker. Relativ stabil sollten hingegen die Rücklagen bleiben: Diese sinken von 2.450.000 auf 2.265.800 Euro. 

Kosten im Gesundheitssektor steigen

Schuld an dem unausgeglichen Budget sei die derzeitige Situation rund um Corona. So stiegen die Finanzen im Gesundheitswesen von 3.921.000 auf 4.221.00 Euro. Auch die Kosten für das Pflegeheim erhöhen sich von 2.529.700 auf 2.636.000 Euro. Trotz Einsparungen möchte die Gemeinde aber auch weiterhin wichtige Projekte fortführen. So wurden für das Jahr 2021 708.400 Euro für den Straßenbau veranschlagt. Für das Projekt Fachhochschullehrgang gibt es 75.000 Euro. 

Wichtige Projekte gehen weiter

Von den Einsparungen keinesfalls betroffen sollen die Modernisierung des Ternitzer Bahnhofes und die Unterführung in Pottschach sein. "Durch eine sehr vorausschauende Budgetpolitik in den letzten Jahren, wo wir die Schulden um 10 Millionen Euro senken konnten und Rücklagen geschaffen haben, ist es uns gelungen, für 2021 ein akzeptables Budget zu erstellen. Dennoch fordere ich die Bundesregierung auf, den Gemeinden sofort finanzielle Mittel für die Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit zur Verfügung zu stellen", so SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak.