Rottweiler-Besitzer gesteht Schuld ein. Unternehmer räumt Teilschuld an Rottweiler-Attacke ein. Er hat den Vierbeiner weggegeben und will ihn nicht mehr haben.

Von Tanja Barta. Erstellt am 14. Mai 2019 (04:59)
Shutterstock, Csanad Kiss
Symbolbild

Offiziell musste sich der Hundehalter aus Ternitz bereits zum zweiten Mal öffentlich zu den Attacken seines Ex-Rottweilers äußern. Dass Hündin „Lena“ aber als aggressiv dargestellt wird, lässt der Inhaber einer Firma nicht gelten.

Es war im Herbst 2018, als die Rottweilerhündin das erste Mal richtig zugebissen hat. Vergangenen Mittwoch kam es dann erneut zu einem Vorfall: Ein Ehepaar wurde von der Hündin gebissen, die Frau sogar so stark, dass sie operiert werden musste. Mehr dazu hier: 

Jetzt zog der Hundehalter selbst Konsequenzen und hat den Rottweiler aus eigener Entscheidung an einen Hundeführer übergeben.

„Wenn ich merke, dass der Hund irgendwie gefährlich wird, dann kommt er natürlich weg“, meinte der Besitzer nach dem ersten Fall. Deswegen flatterte auch ein Bescheid der Gemeinde ein, der besagte, dass er seine Rottweilerhündin weggeben müsse. Dagegen hat der Unternehmer aber Berufung eingelegt.

„Ich bin gegen dreiviertel sechs, sechs aufs Firmengelände und habe dabei das Tor offen gelassen!“Der ehemalige Besitzer der Rottweiler-Hündin.

Knapp ein halbes Jahr später der nächste Vorfall. Dieses Mal wurden sogar zwei Menschen von dem Hund attackiert. „Ich habe sie an einen Hundeführer übergeben“, erzählt der ehemalige Rottweiler-Besitzer der NÖN am Telefon. Beim zweiten Vorfall gesteht er selbst sogar ein, schuld am Verschwinden des Hundes zu sein.

Ich bin gegen dreiviertel sechs, sechs mit einem Lkw aufs Firmengelände gefahren und habe dabei das Tor offengelassen“, beteuert er. Als die Polizei dann um 19 Uhr zu ihm kam, um ihn zu dem Vorfall zu befragen, habe er davon zum ersten Mal erfahren. Der Rottweiler kehrte in der Zwischenzeit wieder zurück aufs Firmengelände. „Es stimmt also nicht, dass ich das Ehepaar hilflos liegen gelassen habe. Ich bin da nicht mit dem Auto vorbeigefahren“, so der Unternehmer, der sich gut vorstellen kann, dass sein ehemaliger Hund auch auf den Pfiff eines anderen reagiert haben könnte.

Für ihn ist aber sicher: „Ich werde mir nie wieder einen Rottweiler zulegen!“ Jagdhündin „Cora“ bleibt aber weiterhin an der Seite des Ternitzer Firmeninhabers. Außerdem möchte er sich noch persönlich beim Ehepaar entschuldigen.