Unterführung für Fußgänger nicht fix. Für die Alpengasse wird nun doch wieder nach einer neuen Verkehrslösung gesucht. Die geplante Unterführung ist zu teuer.

Von Tanja Barta. Erstellt am 09. Januar 2018 (04:00)
Die Unterführung in der Alpengasse wird, so wie sie vor zwei Jahren geplant wurde, nun doch nicht kommen.
NOEN, Tanja Barta

Kommt sie nun oder kommt sie doch nicht? – Die Unterführung beim Bahnübergang Alpengasse (die NÖN berichtete) ist ein Thema, über das schon lange diskutiert wird. Nachdem die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) einer solchen Unterführung schon vor circa zwei Jahren zugesagt haben, wird sie nach neuestem Stand nun doch nicht in dieser Art und Weise kommen. Das ganze Projekt wäre schlichtweg zu teuer, heißt es seitens der Stadtgemeinde.

Unterschriftenaktion ins Leben gerufen

Es gab heiße Diskussionen im damaligen Bürgerforum, als der Gemeinderat die ersatzlose Streichung des Bahnübergangs in der Alpengasse angenommen hat. Für Auto- und Radfahrer aber auch Fußgänger würden sich große Umwege ergeben. Eine Situation, die die Bürger damals nicht hinnehmen wollten und darum eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen haben. Diese wurde wenig später auch an SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak übergeben, der damals meinte: „Die Bürger fordern damit eine Fußgänger- und Fahrradfahrerunterführung.“

Es schien also alles in trockenen Tüchern zu sein – die Betonung liegt aber auf „schien“. Denn zwei Jahre später ist sicher: Die geplante Unterführung ist zu teuer. „Bei der Kostenerhebung haben wir festgestellt, dass das Projekt völlig aus den Rudern läuft!“, so Dworak.

Er will in den nächsten Wochen, nach Gesprächen mit den Anrainern und den betroffenen Betrieben, ein neues Verkehrskonzept entwickeln lassen und das auch vorstellen. „Erst dann kann eine endgültige Entscheidung fallen, wie dieser Stadtteil verkehrsmäßig, nach der Sperre des Schrankens 2025, erschlossen werden kann“, so der Stadtchef zur NÖN.