Zwei Tote bei Zugsunglück in Pitten. Einmal mehr kam es im Bereich eines unbeschrankten Bahnübergangs in Pitten zu einem tödlichen Zugsunglück: Gegen 16.20 Uhr war es zum Zusammenstoß zwischen einem mit zwei Personen besetzten Fahrzeug und einer Zugsgarnitur gekommen.

Von Christian Feigl und Tanja Barta. Update am 10. September 2020 (08:19)

,,Die beiden Männer sind leider verstorben, vermutlich dürften sie das Rotlicht übersehen haben", so Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller zur NÖN. Die Identität der Opfer lag noch nicht vor.

Nur wenige Minuten nach dem Unglück traf Feuerwehrkommandant Peter Luef an der Unfallstelle beim Bahnübergang Richtung Schwarzau am Steinfeld ein: „Als wir gerade angekommen sind, hat der Notarzt bei beiden Männern nur noch eine Nulllinie gemessen. Es war nichts mehr zu machen.“

Der Pkw mit slowakischem Kennzeichen wurde Luef zufolge mit voller Wucht vom Zug erfasst. „Das Fahrzeug wurde sicher 50 bis 100 Meter mitgeschleift“, so Luef.

Groß ist der Schock auch bei SPÖ-Bürgermeister Helmut Berger. „Das ist natürlich eine Katastrophe. Wir haben schon 2015 Bahnschranken für alle Übergänge beantragt“, meint der Ortschef.

In allen Fällen seien diese der Gemeinde auch zugesagt worden, allerdings „erst nach dem Ablauf der Nutzungsdauer. Das heißt, wir bekommen sie erst bei der nächsten Prüfung und die ist, wenn ich es richtig im Kopf habe, erst 2026 geplant“, so Berger.

Opfer bei Kollision stammen aus der Slowakei

Wie die APA Donnerstagfrüh berichtete sind die beiden Toten zwei slowakische Staatsbürger. Die Opfer des Zugunglücks waren nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich 23 und 49 Jahre alt. Der jüngere Mann war am Steuer gesessen.

Im Zug wurde nach Angaben der ÖBB niemand verletzt, 70 Passagiere wurden evakuiert. Am Triebwagen entstand der Polizei zufolge erheblicher Sachschaden.