Überraschende Wende: "Oldtimer"-Stationen vorerst offen. Nachdem in der Vorwoche bekanntgewordenen Aus für die Autobahnraststätte "Oldtimer" an drei Standorten haben alle drei Stationen gestern, Montag, vorerst wieder den Betrieb aufgenommen. Geschäftsführer und Pressesprecher Anton Kothmiller gibt sich über die Zukunft noch bedeckt, er bestätigt lediglich, dass Gespräche laufen würden.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 16. Juni 2020 (10:59)
Das Autobahnrestaurant "Oldtimer" an der A2 bei Zöbern, hier von Kulma aus gesehen.
Philipp Grabner

Überraschende Wende rund um die angekündigte Schließung von drei „Oldtimer“-Raststätten in Niederösterreich und Kärnten: Nachdem Gründer und Geschäftsführer Anton Kothmiller in der Vorwoche das Aus für die Standorte in Guntramsdorf (Bezirk Mödling), Zöbern (Bezirk Neunkirchen) und Pack (Kärnten) bekannt gab, öffneten sich am gestrigen Montag die Pforten der drei Raststätten wieder. Das bestätigte auch Kothmiller im Gespräch mit NÖN.at. „Wir haben uns bewegt und unseren guten Willen gezeigt – jetzt hoffe ich, dass auch andere sich bewegen“, so sein Kommentar. Weitere Auskünfte wollte er nicht geben – auch die Frage, ob die Schließung nun doch noch abgewendet werden könnte, ließ er unbeantwortet. Nur so viel: Es würden Gespräche laufen, mehr könne er im Laufe dieser Woche sagen.


"Rahmenbedingungen" Grund für Schließung

Die Hiobsbotschaft für das Aus der drei Raststationen wurde am Dienstagvormittag der Vorwoche bekannt. Kothmiller nannte nicht nur die Coronakrise, sondern auch „wirtschaftliche Rahmenbedingungen“ als Gründe für die Entscheidung. So kritisierte der „Oldtimer“-Gründer etwa die Preispolitik der Mineralölkonzerne. In der Gemeinde Zöbern wurde die Nachricht mit großer Sorge aufgenommen. Gegenüber NÖN.at meinte Bürgermeister Alfred Brandstätter (ÖVP), dass mit „Oldtimer“ der größte Betrieb im Gemeindegebiet wegfalle. Das bedeute einen ,,großen Verlust für Zöbern", so Brandstätter. Eine Schließung würde zudem auch einen finanziellen Verlust für den Ort darstellen, so Brandstätter. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, so der Gemeindechef.

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