Gloggnitz: "Prater-Wal" fand eine neue Heimat

Erstellt am 07. August 2022 | 05:51
Lesezeit: 2 Min
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Güner Ayaz hat den Wal „gerettet“ und ihn der Stadt Wien überlassen.
Foto: privat
Seit vielen Jahren befand sich der Wal im Besitz des Gloggnitzers Güner Ayaz. Nun hat er das Erinnerungsstück verschenkt.
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Eine „Artenrettung“ der etwas anderen Art ging kürzlich in Wien zu Ende. Der legendäre „Walfisch“ des Pratergasthauses zum „Walfisch“ wurde in das Wien-Museum überstellt. Dass es überhaupt dazu kam, verdankt die Stadt Wien der Firma Ayka-Bau und damit dem Gloggnitzer Güner Ayaz und seinen Brüdern.

„Wir hatten 2013 den Auftrag, das Lokal abzureißen“, erinnert sich Güner Ayaz. Als kleiner Junge kam der 1971 im türkischen Nazimiye geborene Ayaz nach Österreich. „Im Jahr 1989 habe ich den Walfisch das erste Mal bewusst gesehen“, erinnert sich der gelernte Dreher, der seine Ausbildung in der Semperit mit Auszeichnung abgeschlossen hat, zurück. Dem Abriss des Lokals im Wiener Prater folgte die Aufbewahrung des Wales im firmeneigenen Lager in Wiener Neudorf. Einen richtigen Plan, was mit dem eisernen und hölzernen Walfisch geschehen sollte, hatte Güner Ayaz aber nicht. Erst als er im Jahr 2016 einen Anruf aus dem Büro des Wiener Kulturstadtrats erhielt, war für den Unternehmer die Entscheidung klar. Er beschloss, den Wal zu verschenken, wenn er in ein Museum kommt.

„Der Wal hat mich jetzt Jahre meines Lebens “

Gesagt, getan: Der Wal hat nun im Wien-Museum seine letzte Heimat gefunden. „Der Wal hat mich jetzt Jahre meines Lebens begleitet. Es freut mich, dass wir so vielen Menschen damit eine Freude gemacht haben. Man darf nicht immer nur an das Geld denken“, erklärt der Gloggnitzer Unternehmer seine Motivation für das Projekt.

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