Grünbach will in kleinen Schritten energieautark werden

Die Marktgemeinde setzt sich ein großes Ziel: Mit einem Bürgerbeteiligungs-Projekt will man im Ort Strom erzeugen und so von externen Anbietern unabhängig werden.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 07:59
Lesezeit: 1 Min
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Der Einladung zur Vorstellung des Projektes folgten nicht nur Gemeinderäte sondern auch zahlreiche Bürger.
Foto: Tanja Barta

„Wir haben mit Gemeinden wie dieser Großes vor, wir wollen sie energieautark machen“, kündigte Albert Aigner, Geschäftsführer von „sustian & abilty“, vergangenen Donnerstag im Gasthaus Schubertlinde an. Er präsentierte mit dem Grünbacher Martin Glatzl das Modell einer sogenannten „Erneuerbaren Energiegemeinschaft“ mit Bürgerbeteiligung. Ziel dabei ist es, Strom via Photovoltaikanlagen im Ort zu erzeugen und gleichzeitig auch zu verbrauchen. Somit würde Grünbach unabhängig von externen Stromanbietern werden. „Man könnte eine kostengünstige Versorgung durch lokal erzeugten Strom bieten“, erklärte Aigner das Modell den anwesenden Gemeinderäten von SPÖ und ÖVP sowie den Bürgern. 

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"Bürger und Gemeinde profitieren"

Finanziert werden soll das Vorhaben durch eine Bürgerbeteiligung. Sprich Grünbacher stellen der Gemeinde das Geld für die Installierung einer Photovoltaikanlage zur Verfügung und bekommen das Geld samt Zinsen über die Jahre von der Gemeinde wieder zurückbezahlt. „Somit profitieren Bürger und Gemeinde von dem Projekt“, rührte Aigner die Werbetrommel. Ein Vorhaben dieser Art wurde laut SPÖ-Bürgermeister Peter Steinwender bereits in Würflach erfolgreich umgesetzt. Er betonte, dass man das Projekt nun genau im Gemeinderat – die nächste Sitzung findet am 24. Jänner statt – besprechen wolle. „Und dann gilt es Interessenten für das Vorhaben zu finden“, so der Ortschef.

Genaue Details sowie weitere Stimmen zu dem Projekt gibt es in der kommenden Printausgabe der NÖN Neunkirchen.