Scheiblingkirchen/Thernberg: Baumallee als Attraktion. Lukas Heilingsetzer, Grüne-Mandatar, stößt sich daran, dass ein neuer Radweg durch Scheiblingkirchen asphaltiert werden soll. Er möchte eine Streuobstallee setzen.

Von Tanja Barta. Erstellt am 28. Mai 2020 (05:45)
ÖVP-Ortschef Hans Lindner: „Es wird noch dauern, bis der Radweg gebaut wird!“ (links)
Lukas Heilingsetzer möchte eine Streuobstallee entlang des Radweges (rechts).
Archiv/NOEN

Seit drei Monaten gibt es in der Gemeinde wieder die Grünen im Gemeinderat. Grüne-Vorsitzender und Mandatar Lukas Heilingsetzer zieht nun Bilanz.

„Was mir bereits vor der Wahl klar wurde, ist, dass sich eine Grünpartei zwangsläufig immer wieder im Zwiespalt zwischen der Anwaltschaft für Mutter Erde einerseits und den Wünschen der Menschen andererseits befindet“, nimmt Heilingsetzer aus seiner bisherigen politischen Erfahrung mit. Und genau hier kommt auch gleich ein aktuelles Thema ins Spiel: Der Schlattentalradweg. Dieser soll entlang der Schlatten auf eine Strecke von rund zwölf Kilometern errichtet werden. Mit dem Radweg an sich hat der Umweltschützer kein Problem, jedoch damit, dass dieser komplett asphaltiert werden soll und das noch mehr Bodenversiegelung bedeutet. Heilingsetzer will daher einen Kompromiss finden: „Ich habe daher vorgeschlagen, da das verbleibende Land zwischen Radweg und Schlatten den Gemeinden zufällt, überall dort, wo die andere Bachseite nicht bewaldet ist, eine Streuobstallee anzulegen mit seltenen und alten Obstsorten, die jeder nützen können soll!“

Unterstützung für diese Idee bekommt Heilingsetzer von ÖVP-Bürgermeister Hans Lindner höchstpersönlich: „Es ist nicht nur der Radweg eine gute Idee, sondern auch die geplante Streuobstallee von Lukas Heilingsetzer. Das führt dann vielleicht sogar dazu, dass der Radweg noch mehr frequentiert wird!“

Bis es allerdings zum Bau des Radweges, der von Scheiblingkirchen bis in die Nachbargemeinde Bromberg führen soll, kommt, wird es noch eine Zeit dauern. „Wir sind noch etliche Schritte vom Baubeginn entfernt. Es müssen noch alle Unterschriften der Grundstücksbesitzer eingeholt werden. Bis Herbst wird es sicher noch dauern, um dann weitere Schritte setzen zu können“, so der Ortschef.