Führerhaus von Lkw gerissen: Lenker fast unverletzt!. Gegen 0.30 Uhr ist es in der Nacht auf Mittwoch auf der Südautobahn (A2) Richtung Graz bei Seebenstein (Bezirk Neunkirchen) zu einem schlimmen Unfall gekommen. Lkw-Lenker überstand Crash wie durch ein Wunder ohne größere Verletzungen!

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 20. Januar 2021 (07:47)

Ein mit 20 Tonnen Pferdefleisch beladener Sattelzug kam beim Knoten Seebenstein von der Fahrbahn der A2 ab und prallte frontal gegen einen Anpralldämpfer, der die A2 und die S6 trennt. Durch den Aufprall stürzte der Aufleger um und kam auf der Fahrspur der S6 zu liegen.

Ladung verteilte sich über alle Fahrspuren

Das Zugfahrzeug kam auf der Leitschiene zum Stillstand, wobei durch den Aufprall am Anpralldämpfer das Führerhaus abgerissen wurde und rund 50 Meter weiter vorne zu liegen kam. Die Ladung verteilte sich über die alle Fahrspuren der Richtungsfahrbahn Graz der A2 und der S6.

Zusätzlich wurde beim Zugfahrzeug der Dieseltank aufgerissen, wodurch der Treibstoff austrat. "Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von der FF Neunkirchen Stadt, dem Roten Kreuz, der Autobahnpolizei sowie der ASFINAG glich die Unfallstelle einem Schlachtfeld", berichtete die Feuerwehr-Plattform "Einsatzdoku" am Mittwochmorgen in einer Aussendung.

"Beim ersten Anblick des weggerissenen Führerhauses, vermuteten die Helfer, dass es sich um einen Unfall mit Todesfolge handeln muss. Nicht schlecht staunten sie, wie der Lenker wie durch ein Wunder ohne gröbere Verletzungen selbstständig aus dem Führerhaus kletterte", schilderte die "Einsatzdoku". Zur weiteren Untersuchung brachte das Rote Kreuz den Mann jedoch ins Krankenhaus.

Ein nachkommender Pkw-Lenker konnte der Unfallstelle nicht mehr ausweichen - der Wagen wurde beifahrerseitig stark beschädigt. Jene Ladung, die noch im Aufleger war, musste händisch von der FF Neunkirchen Stadt entladen werden. In Folge wurde das Pferdefleisch auf eine Mulde mit einem Kran verladen. Ebenso das Ladegut, welches sich auf der Fahrbahn verteilte. Weiters wurde der Diesel aufgefangen sowie ausgetretener Diesel gebunden.

Für die Bergung des zerstörten Lastwagens forderte man zwei Bergefachfirmen nach, die mit zwei schweren Kränen halfen. Eine Hochdruckkehrmaschine der ASFINAG reinigte die Fahrbahn. Gegen 6 Uhr war der Einsatz der Feuerwehr Neunkirchen Stadt beendet.