90 Wehren im Bezirk Neunkirchen am Wort. Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber sieht die Feuerwehren im Bezirk gut für die anstehenden Wahlen gerüstet.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:45)
Die Feuerwehren waren auch 2020 wieder sehr gefordert – wie hier im Mai beim Brand des Prigglitzer Pfarrheims.
: Einsatzdoku.at

Abstand, Maske, Desinfektion: Diese drei Grundregeln im Kampf gegen das Coronavirus werden auch dann gelten, wenn die Freiwilligen Feuerwehren in den nächsten Wochen zu ihren turnusmäßigen Wahlen zusammentreffen. Die genauen Rahmenbedingungen sind in einem umfassenden Präventionspapier des Landesverbandes festgehalten, welches an jede Ortswehr ausgesandt wurde.

Den Anfang der Urnengänge machen die Ortsfeuerwehren, am 27. Februar schließlich finden die Wahlen des Bezirkskommandos sowie der Abschnitte und Unterabschnitte statt. Wie genau die Wahl in den Kommunen über die Bühne geht, bleibt letztlich dem Kommandanten überlassen, erklärt Bezirksfeuerwehrchef, Landesfeuerwehrrat Josef Huber.

„Uns Feuerwehren ist die Tragweite dieser Situation bewusst!“ Josef Huber, Bezirksfeuerwehrkommandant

„Es gibt die Möglichkeit einer verkürzten Mitgliederversammlung, welche ein Großteil der Wehren in Anspruch nehmen wird. Es kann aber auch nur eine Wahlversammlung abgehalten werden, bei der – ähnlich wie bei einer Gemeinderatswahl – in einer gewissen Zeitspanne die Stimme bei einer Kommission abgegeben werden muss“, kennt Huber die genauen Details. Er ist guter Dinge, dass die notwendigen Schutzmaßnahmen dabei eingehalten werden können: „Uns Feuerwehren ist die Tragweite dieser Situation bewusst, ich sehe uns gut gerüstet für die Abwicklung“, erklärt der Bezirksfeuerwehrkommandant im Gespräch mit der NÖN Neunkirchen. Was die personelle Situation an der Bezirksspitze betrifft, bittet Huber unterdessen noch um Geduld: „Grundlage für die Wahlen auf Bezirksebene sind jene in den Orts-Feuerwehren. Denen möchte ich keinesfalls vorgreifen!“

Viel Nachwuchs, Krise bereitet aber Sorgen

Was die personelle Situation im Bezirk betrifft, zeigt sich Huber ebenso sehr optimistisch: „Wir haben großen Zuspruch im Bereich der Feuerwehrjugend und es freut mich auch sehr, dass viele das Angebot der Kinderfeuerwehr in Anspruch nehmen. Dabei lernen Kinder ab acht Jahren spielerisch die Tätigkeiten in der Feuerwehr kennen“, so Huber. Alles in allem sei man „gut aufgestellt“, präzisiert er. Sorgen bereiten den Feuerwehren hingegen die Auswirkungen der Coronakrise – durch ein weitgehendes Veranstaltungsverbot im Zuge der Pandemie-Eindämmung fielen die allermeisten Events ins Wasser.

„Natürlich setzt das jeder einzelnen Feuerwehr stark zu, immerhin stellen diverse Einnahmen auch den Dienstbetrieb sicher.“ Ein Teil der Wegfälle kompensiere ein Fonds des Bundes, für den Rest hofft Huber, dass die Gemeinden einspringen: „Wir haben im Bezirk eine sehr gute Partnerschaft mit den Gemeinden, was etwa das Anschaffen von Feuerwehrausrüstung betrifft“, lobt Huber die Kooperation mit den Kommunen. Er ergänzt: „Das passiert auf Augenhöhe.“Mehr auf S. 8!

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