Mehrere Vandalen-Akte sorgen für Verunsicherung in Mitteregg

Kleinere Delikte sorgen für Aufregung in Dorf Mitteregg (Gemeinde Aspangberg-St. Peter am Wechsel). Polizei verstärkt im Einsatz, Gemeinde sucht Lösung.

Erstellt am 17. Oktober 2021 | 05:42
vandalismus marterl
Dieses Marterl wurde beschädigt.
Foto: Philipp Grabner

Es ist eine ganze Reihe von Vorfällen, die die Bevölkerung des kleinen Dorfes Mitteregg derzeit in Atem hält. „Wir werden fast schon terrorisiert“, bringt es ein Bewohner, der anonym bleiben möchte, auf den Punkt. Eine Aussage, die von einem weiteren Anrainer bestätigt wird.

Konkret seien in den letzten Wochen kleinere und größere Vandalenakte vorgefallen – trauriger Höhepunkt: Der Kuh eines Bauern soll der Schweif abgetrennt worden sein. Abseits dessen sollen Ventilatoren zugestopft, Strohballen aufgestochen oder Zäune aufgezwickt worden sein. „Ein jeder fürchtet sich und fragt sich, was als nächstes passiert – das ist unangenehm und extrem belastend für die Bevölkerung“, meint der Mitteregger.

Auch ein selbst aufgestelltes Marterl wurde zuletzt beschädigt. Wer hinter den Taten stecke, wisse man, könne es aber nicht beweisen, erklärt der Mann. Bürgermeister Bernhard Brunner (ÖVP) kennt die Problematik: „Für die Bevölkerung ist das ärgerlich und unangenehm, wir stehen deshalb auch in einem engen Austausch mit der Polizei. Wir arbeiten intensiv an einer Lösung des Problems, wobei ich dazu noch nichts Genaueres sagen kann“, so der Ortschef.

Auch bei der Polizei weiß man ob der Probleme Bescheid. Bestätigt werden kleinere Vandalenakte, Fälle von Tierquälerei sind der Exekutive aber nicht bekannt. „Wir sind jedenfalls regelmäßig dort präsent“, erklärt Aspangs Postenkommandant Erich Baumgartner.

Zu Jahresbeginn war es in dem Dorf zu einem Cobra-Einsatz nach einer Schussabgabe gekommen – während ein Gerichtsprozess dazu noch ausständig ist, verliefen kleinere Delikte im Sand: Die Verfahren wurden laut Angaben der Exekutive eingestellt.