Bankfiliale in Puchberg sperrt zu. Örtlicher Selbstbedienungsstandort wird mit Dezember aufgelassen. Die Filiale wird in den Neunkirchner Standort integriert.

Von Elfi Hagenbichler. Erstellt am 23. November 2020 (04:34)
Die Puchberger Volksbank-Filiale schließt die Pforten.
EH

Seit Juli 2017 wird die Puchberger Volksbank als Selbstbedienungsstandort geführt. Mit Sonntag, 6. Dezember schließt der Standort jedoch vollständig – und wird in die erst kürzlich neu gestaltete Volksbank-Filiale Neunkirchen integriert. Das bestätigt das Bankinstitut auf NÖN-Anfrage.

Getroffen sei diese Entscheidung nach einer „über einen längeren Zeitraum durchgeführten Evaluierung des Standortes“ worden, heißt es seitens der Volksbank. Sie sieht in der Neuoptimierung ihres Filialnetzes auch Vorteile: „Der Zweck der Filialen wird in Zukunft eine vertrauensvolle und persönliche Beratung sein. Durch die Bündelung können sämtliche Bankleistungen mit Spezialisten wie Kommerzkundenbetreuer, Anlagespezialisten, Wohnbauberater, Privatkundenbetreuer und Jugendberater an einem Standort abgedeckt werden. Weiters unterstützen private Banker und Versicherungsexperten mit ihrem Wissen und Erfahrungen das Volksbank-Team vor Ort.“

Puchbergs Bürgermeister Florian Diertl (SPÖ) betont gegenüber der NÖN, damals von der Umstellung der gewöhnlichen Geschäftsstelle auf einen Selbstbedienungsstandort überrascht worden zu sein. Er habe den Eindruck gewonnen, dass die persönlich geführte Filiale gut funktioniert hätte: „Der persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen“, ist er überzeugt. Der nun beschlossene Schritt sei für ihn ebenso überraschend gekommen, er nehme dies aber zur Kenntnis. Der Ort sei banktechnisch mit „bank99“ und der Raiffeisenbank aber ohnehin gut versorgt, meint Diertl.

Bei der Volksbank betont man hingegen, künftig eine „noch höhere Beratungsqualität“ bieten zu können: So seien künftig auch Beratungstermine beim Kunden oder an einem anderen gewünschten Ort möglich.