Park-Problem in Mariensee gelöst. Nach Schwierigkeiten bei Feuerwehreinsätzen hat Gemeinde nun reagiert: Halten und Parken an Straße ist verboten.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 21. Januar 2021 (03:23)
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Was unter normalen Bedingungen lediglich ein Routineeinsatz geworden wäre, entpuppte sich am vorletzten Wochenende zu einer Riesenherausforderung für die Freiwillige Feuerwehr Mariensee.

Im Bereich des Parkplatzes beim Biotop war ein Pkw nach einem Ausweichmanöver auf einen Stein aufgefahren, die Floriani mussten zur Fahrzeugbergung ausrücken. Die Anfahrt zum Einsatzort gestaltete sich allerdings höchst knifflig: Durch das massive Verkehrsaufkommen taleinwärts zum Wildwasserpfad und die am Straßenrand geparkten Fahrzeuge war ein Durchkommen der Floriani teils nur im Schritttempo möglich. Zu dem Einsatz kamen schließlich im Laufe des Tages weitere hinzu. Was Kommandant Sebastian Schenker zu einem Appell veranlasste: „Wir verstehen, dass die Leute in die Natur möchten. Aber man soll immer damit rechnen, dass die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen wird.“

Nach einer Verkehrsverhandlung mit der Bezirkshauptmannschaft reagierte in der Vorwoche schließlich auch die Gemeinde auf die Vorkommnisse: Ab dem Ortsende Mariensee bis zum Biotop gilt nun ein „Halten und Parken“-Verbot, zwei zusätzliche Parkplätze beim Sägewerk und beim Holzlagerplatz Schenker sollen als Ersatz dienen. „Damit haben wir 60 bis 80 zusätzliche Parkplätze“, rechnet Bürgermeister Bernhard Brunner (ÖVP), der die Verordnung erlassen hat, vor. Am vergangenen Wochenende habe die Regelung großteils funktioniert, so Brunner. Laut Exekutive erhielten 18 Personen eine Strafe, weil sie im „Halten und Parken“-Bereich standen.