Die Neujahrsvorsätze der Ternitzer Stadtparteien

Neue Infrastruktur, Ausbau des Breitbandes und der Umweltschutz – Projekte, die den Ternitzer Parteien im neuen Jahr am Herzen liegen.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:13
Lesezeit: 3 Min
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Foto: shutterstock.com/mariakray

Die Gestaltung eines neuen Festplatzes in Rohrbach, die Stadtgemeinde Blackout-fit machen, die Bewegungsarena, der Wohnbau sowie das Thema Umwelt. Das sind nur einige Punkte, die am Plan der Ternitzer Stadtparteien stehen und möglichst noch 2022 von ihnen in Angriff genommen werden wollen.

Für Ternitz‘ SPÖ-Stadtchef Rupert Dworak steht 2022 im Zeichen von Infrastruktur-Maßnahmen. „Dazu gehören die Fertigstellung des barrierefreien Bahnhofes Ternitz und die neue ,Park&Ride‘-Anlage, aber auch die Übergabe der Bahnunterführung in Pottschach“, erzählt der Bürgermeister.

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SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak.
Foto: NÖN

Damit werde die Stadt seit dem Bau der Semmeringbahn erstmals ohne Bahnschranken zusammengeführt. Vorantreiben wolle man zudem die Erarbeitung eines Strategiekonzeptes mit den Freiwilligen Feuerwehren und den Hilfskräften, wenn es zu einem Blackout kommen sollte. Mit dem Bau des Feuerwehrhauses Rohrbach wurde laut Dworak bereits ein Katastrophenschutzzentrum geschaffen.

ÖVP fordert Revitalisierung von Altbauten

Viele Herzensprojekte stehen auch bei der ÖVP an. Stadtrat Karl Pölzelbauer spricht dabei etwa den Abriss des ehemaligen Feuerwehrhauses in Rohrbach an. Hier würde man sich einen neuen Festplatz für die Katastralgemeinde wünschen. Wichtig wären für die Volkspartei zudem der Ausbau des Breitbandes, der Hochwasserschutz Sierning oder auch eine Wirte-infrastruktur in der Mehrzweckhalle sowie dem Herrenhaus.

Ansprechen möchten Pölzelbauer und sein Team aber auch noch ein weiteres Thema: die Änderung und Adaptierung des örtlichen Raumordnungsplanes. Man möchte den Altbestand revitalisieren, statt die „Versiegelung wertvoller Agrarflächen“ zu fördern. Zudem strebe man nach einer seniorenfreundlichen Umwelt in Ternitz sowie der Stärkung der gewerblichen Wirtschaft und dem Ausbau der innerstädtischen Infrastruktur.

Auf die Finger der Stadtregierung möchten FPÖ-Gemeinderat Martin Kurz und seine Fraktion 2022 schauen. „Wir werden die im Eigentum der Stadt befindlichen Wohnungen und Bauwerke untersuchen. Wieso wird nur an Genossenschaften verkauft und nicht an private Häuslbauer?“, nennt Kurz nur einen Punkt. Ein Thema, das den Freiheitlichen auch 2022 am Herzen liegt, ist der Müll.

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FPÖ-Gemeinderat Martin Kurz.
Foto: NÖN

„Die Altstoffpreise sind stark gestiegen, somit muss die Vergütung des Abfallwirtschaftsverbandes an Ternitz doppelt so hoch sein wie im Jahr 2020. Trotzdem erhöht Ternitz wieder die Müllgebühren“, ärgert er sich. Außerdem will er ein Auge darauf werfen, dass es möglichst bald in allen Großbauten Altpapiertonnen gibt.

Bewegungsarena für NEOS ein wichtiger Punkt

Das Hauptanliegen der NEOS-Gemeinderäte Ilhami Bozkurt und Birgit Ehold liegt bei der Umsetzung der Bewegungsarena in Ternitz. „Wir wollen uns den Wohnbau genauer anschauen. Genossenschaften bauen viel in letzter Zeit, zu teuer und öfters fehlt die Infrastruktur. Vor allem entstehen Wohnsiedlungen ohne Grünflächen und Spielplätze für Kinder. Hier gibt es Handlungsbedarf seitens der Stadtgemeinde“, so Mandatar Ilhami Bozkurt.

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NEOS-Mandatar Ilhami Bozkurt.
Foto: NÖN

Außerdem wollen die NEOS-Gemeinderäte zur Innenstadtbelebung beitragen. Transparenz sowie Bürgerbeteiligung seien ebenfalls wichtige Anliegen.

Dem Thema Umwelt möchte sich die Bürgerliste n-Mandatarin Anna Spies widmen. „Hier muss sich nun endlich etwas im Bereich Verkehr und Mobilität bewegen“, so Spies. Ein genaues Auge möchte man dabei auf die Bodenversiegelung in Ternitz werfen. Aber auch bei der Mülltrennung, der Radverkehrsplanung, dem Verkehrskonzept rund um die Ternitzer Schulen und den Theodor-Körner-Platz will sich die Mandatarin aktiv einbringen: „Da wird es von uns sicher noch einiges geben!“

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Bürgerlisten-Gemeinderätin Anna Spies.
Foto: NÖN

Welche Visionen die Bürgerliste für 2022 hat? „Wir stellen uns am Ende des Jahres ein Ternitz mit einem wesentlich höheren Anteil an Radfahrern und Fußgängern sowie eine Infrastruktur mit mehr Grünflächen und ohne unnötige Bodenversiegelung vor.“