Neunkirchen: Nur Festakt statt Dreitages-Stadtfest. Wegen des Coronvirus wird Festivität doch nicht stattfinden. Von der FPÖ hagelt es deswegen heftige Kritik.

Von Christian Feigl. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:55)
Absage: Kurt Ebruster, Armin Zwazl, Herbert Osterbauer, Günter Pallauf, Wilhelm Haberbichler und Hauptplatzgastronom Christian Schicker verkünden die Botschaft.
Stadt

Lange haben die Verantwortlichen der Stadt mit der Entscheidung gerungen, doch seit der Vorwoche ist es Gewissheit: Das dreitägige Stadtfest im September wird wegen der Corona-Pandemie in geplanter Form nicht stattfinden können und auf einen Festakt reduziert.

„Prinzipiell geht die Gesundheit aller Beteiligten vor. Das ausgearbeitete Covid-19-Konzept hätte zwar eine Durchführung des Festes ermöglicht, der Erlebnisfaktor hätte aber unter den notwendigen Auflagen massiv gelitten“, so ÖVP-Bürgermeister Herbert Osterbauer. Mit der beteiligten Gastronomie ist man nach einer Besprechung am 21. Juli einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass die Abhaltung des Festes auch wirtschaftlich nicht tragbar gewesen wäre. Starke Einschränkungen bei den Besucherzahlen aber auch bei Programm und Gastronomie waren für diese Entscheidung ausschlaggebend.

Absage für die FPÖ fadenscheinige Ausrede

Kritik hagelt es in der Zwischenzeit von der FPÖ: „Wir haben von Anfang an auf die Durchführung plädiert, weil es ein Schritt Richtung Normalität wäre“, so Stadtparteiobfrau Regina Danov. Für sie ist es klar, „dass man Wege hätte finden können, wenn man auch gewollt hätte!“ Und für ihren Gemeinderatskollegen Wilhelm Haberbichler ist es „schade, aber es sieht ganz nach einem weiteren halbherzigen, fadenscheinigen Versuch der Stadtregierung aus, ‚Corona‘ als Ausrede herzunehmen, um das Fest nicht durchzuführen.“

Aussagen, die beim Stadtchef auf große Verärgerung stoßen: „Offenbar weiß bei der FPÖ wieder einmal die linke Hand nicht, was die rechte tut. Verwundernswert ist auch, dass Haberbichler in der Klubobleutebesprechung für die Absage war und sich nicht kritisch geäußert hat.“ Das Verhalten der FPÖ zeige ihm einmal mehr, „dass die FPÖ zwar Zusammenarbeit verlangt, aber von hinten rum Giftpfeile abschießt. Da werden wir uns etwas überlegen müssen.“ Die Absage sei primär aus Sicherheitsgründen passiert: „Die Fälle nehmen wieder zu und ich brauche gerade zu Schulbeginn in Neunkirchen keinen Cluster! Ich denke, dass diese Entscheidung bei der Neunkirchner Bevölkerung auf Verständnis stoßen wird“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Derzeit wird daran gearbeitet, unter welchen Voraussetzungen die Festsitzung des Gemeinderates am 17. August sowie der Festakt am 11. September abgehalten werden können – natürlich mit nötiger Vorsicht und Weitblick. „Aber auch das ist nicht sicher, ob diese stattfinden werden können“, so Herbert Osterbauer.

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