Neunkirchen: Erduvan Süs als Vorzugsstimmenkaiser. Bis dato politisch nicht in Erscheinung getreten, holte Erduvan Süs bei der Wahl nach Stadtchef Osterbauer parteiintern die meisten Vorzugsstimmen. Doch wer ist der „Neue“?

Von Philipp Grabner. Erstellt am 27. Februar 2020 (04:51)
Erduvan Süs ist neu im Gemeinderatsteam der ÖVP.
ÖVP

Exakt 158 Vorzugsstimmen konnte ÖVP-Neueinsteiger Erduvan Süs am 26. Jänner bei der Gemeinderatswahl auf sich verbuchen. Und holte damit parteiintern den zweiten Rang hinter ÖVP-Spitzenkandidat und Bürgermeister Herbert Osterbauer. Doch bis dato ist der 40-Jährige politisch noch nicht in Erscheinung getreten – wer also ist der „Neue“ bei der ÖVP, der auf Anhieb den Sprung ins Stadtparlament schaffte?

Weil er etwas in Neunkirchen bewegen wolle, habe er sich entschlossen, politisch aktiv zu werden, erklärt er gegenüber der NÖN: „Die ÖVP hat mich direkt angesprochen. Meine Familie und meine Freunde und Bekannten haben mich dann bestärkt, diesen Schritt zu gehen“, erklärt der dreifache Familienvater.

Wichtig seien ihm unter anderem Deutschkurse, „denn durch das Erlernen der Sprache hat man Zukunftschancen“, ist Süs überzeugt. Zudem nennt er Kinder-Freizeiteinrichtungen als wichtige Projekte, die er vorantreiben und unterstützen wolle: „Der Kinderspielplatz in der Blätterstraßensiedlung ist mir ein Anliegen, eine Erneuerung des Spielplatzes im Park ebenso.“ Auch wolle er sich für Outdoor-Fitnessgeräte einsetzen, ergänzt der Semperit-Arbeiter.

Großer Zuspruch für den Quereinsteiger

Ob er mit so vielen Vorzugsstimmen gerechnet habe? „Ich hatte im Vorfeld schon sehr großen Zuspruch. Und ich habe sehr viele Hausbesuche gemacht, mit Bürgern gesprochen und – ganz wichtig – auch zugehört.“ Das Wahlmodell der ÖVP gebe auch Quereinsteigern eine Chance, „diese Chance wollte ich ergreifen.“

Die Reaktionen aus seinem Umfeld auf den Erfolg bei der Wahl und seinen Einzug in den Gemeinderat seien sehr positiv ausgefallen. „Jetzt heißt es auch, das in mich gesetzte Vertrauen zu erfüllen“, meint er.

Insgesamt stellt die ÖVP in der kommenden Legislaturperiode 17 Gemeinderäte – zehn davon ziehen erstmals ins Stadtparlament ein. Die Sozialdemokraten stellen im künftigen Stadtparlament zwölf Gemeinderäte, die Grünen fünf und die Freiheitlichen drei.