Grünbach am Schneeberg

Erstellt am 30. Dezember 2016, 05:00

von Philipp Grabner

FPÖ-Gruppe tritt bei Grünbach-Wahl an. Neben SPÖ und ÖVP stellt sich am 29. Jänner erstmals FPÖ den Wählern. Erklärtes Ziel: Einzug in den Gemeinderat.

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Als wäre die Gemeinderatswahl am 29. Jänner 2017 in Grünbach nicht schon spannend genug, ist der Urnengang kurz vor dem Jahreswechsel um einen Aspekt reicher: Erstmals stellt sich eine FPÖ-Gruppe dem Votum der Wähler, wie FPÖ-Bezirksparteiobmann-Stellvertreter Robert Toder gegenüber der NÖN erklärt:

„In der Bevölkerung ist der Wunsch nach einer geänderten und neuen Gemeindepolitik spürbar. Die FPÖ wird daher auch in Grünbach eine freiheitliche Vertretung in der Gemeindestube sicherstellen!“ Besondere Anliegen seien eine bürgerfreundliche Kommunalpolitik und der sparsame und zweckmäßige Einsatz öffentlicher Gelder, wie Toder konkretisiert.

Einzug in Gemeinderat ist primäres Ziel

Als Spitzenkandidat der Freiheitlichen geht der Techniker Franz Hornung ins Rennen. Motivation, zu kandidieren, sei einerseits gewesen, dass Hornung in Grünbach geboren sei. Zudem seien die derzeitigen „Rangeleien zwischen SPÖ und ÖVP mühsam“, wie er gegenüber der NÖN erklärt. Themen, auf die die Gruppe besonderes Augenmerk legen möchte, ist das geplante Ortszentrum sowie die Asylpolitik im Ort. Gespräche mit Vertretern der übrigen Parteien gab es noch nicht, wie Hornung erklärt:

„Wir haben die Kandidatur erst vor einigen Tagen abgegeben. Ich denke, das wird in der ersten oder zweiten Jänner-Woche passieren!“ Primäres Ziel sei es, den Einzug in den Gemeinderat zu schaffen. „Wenn möglich mit allen vier Kandidaten“, so Hornung, der auf die Unterstützung all jener zählen möchte, die bei der Bundespräsidentenwahl für Norbert Hofer gestimmt haben.

Steinwender: "Wird für FPÖ sehr leicht werden"

Darauf angesprochen, dass die FPÖ bei der Wahl antritt, meint SPÖ-Bürgermeister Peter Steinwender: „Ich denke, für die FPÖ wird das sehr leicht werden. Ich jedenfalls habe alles getan, um jeglichen Streit zu vermeiden, wurde aber immer wieder angegriffen. Ich rechne damit, dass die FPÖ weit mehr als ein Mandat macht!“ Für konstruktive Gespräche sei Steinwender jederzeit offen, auch über das Asylthema, „nicht aber für Ausländerhetze“, fügt er hinzu.

ÖVP-Spitzenkandidat Rudi Gruber zeigt sich wenig überrascht von der Kandidatur der Freiheitlichen: „Denn die Unzufriedenheit mit der jetzigen Gemeindeführung geht über Parteigrenzen hinweg“, so Gruber. „Ich werde niemanden ausgrenzen und mit allen, die demokratisch gewählt sind, sachorientiert arbeiten“, meint er.