FPÖ-Mandatar bricht mit Partei. Gemeinderat Hermann Hofer kehrt seiner Partei mit Ende der Legislaturperiode endgültig den Rücken.

Von Tanja Barta und Philipp Grabner. Erstellt am 14. November 2019 (03:47)
Hermann Hofer.
Grabner

Die Ibiza- und Liederbuchaffäre, der „Identitären“-Vorfall mit Ursula Stenzel – all das sind Gründe für Hermann Hofer, FPÖ-Gemeinderat in Warth, mit Ende der Legislaturperiode aus seiner Partei auszutreten. Seine politische Zukunft ist nun offen.

Die inhaltliche Ausrichtung der FPÖ hätte immer gepasst, „doch die Vorfälle in letzter Zeit waren einfach zu viel“, so Hofer zur NÖN. Er habe an die Bundes- und Landespartei geschrieben, „geantwortet hat aber niemand. Wenn sie nichts ändern, dann muss ich das tun“, begründet Hofer seinen Schritt. Ob er komplett aus der Politik aussteigen wird, lässt er noch offen.

Landtagsabgeordneter Jürgen Handler, geschäftsführender Bezirksparteiobmann der FPÖ, bedauert die Entscheidung Hofers, die FPÖ zu verlassen, akzeptiere und respektiere sie aber. „An Hermann Hofer gilt es, ein herzliches Danke auszusprechen – für seine langjährige Tätigkeit und sein Mitwirken als Gemeinderat in Warth“, so Handler weiter.

Ob die FPÖ in Warth trotzdem erneut kandidieren wird, sei derzeit noch offen, so Handler zur NÖN.