Neues Projekt: Die Kuh wird zur lebenden Speisekarte. Warther Biobetrieb nimmt an neuem Projekt teil: Erst wenn Tier ganz verkauft ist, wird es geschlachtet.

Von Christian Feigl. Erstellt am 09. September 2018 (05:00)
nahgenuss.at
Auch die Familie Zodlhofer, im Bild Birgit Zodlhofer, hat sich mit ihren Tieren dem neuen Konzept verschrieben.

Ein halbes Schwein wurde früher gern und gut mit Nachbarn oder in der Verwandtschaft geteilt. Die Idee, wieder ganze Tiere zu teilen, haben die Brüder Micha und Lukas Beiglböck ins Internetzeitalter übersetzt. Mit dabei ist nun auch ein Betrieb aus dem Pittental, die Familie Zodlhofer aus Warth.

Der Betrieb der Familie ist seit 1992 ein zertifizierter Biobetrieb. 1998 wurde auch ein eigener Schlachtraum am Hof gebaut, so ist eine besonders stressfreie Schlachtung möglich. „Vermarktet werden ab Hof ganze Rinder in 8 Kilogramm Mischpaketen. Die Teile sind küchenfertig zerlegt und werden auf Wunsch auch vakuumverpackt. Das Fleisch kann am Hof dann selbst abgeholt werden oder wird österreichweit per Kühlversand zugestellt“, so die Betreiber.

Erst wenn ganzes Tier verkauft ist, wird geschlachtet

Der Hintergedanke: Mehrere Kunden kaufen einen Anteil vom einem Schwein, Rind oder Lamm direkt vom Bauern auf der Plattform nahgenuss.at. Erst wenn das ganze Tier verkauft ist, wird es geschlachtet und verarbeitet und die Kunden bekommen danach ihren Anteil als Fleischpaket. Die ganzheitliche Verwertung hat für Bauern den Vorteil, dass alle Fleischteile garantiert verkauft werden.

Da der Verkauf ohne Zwischenhändler und Supermarkt stattfindet, bleibt den Bauernfamilien deutlich mehr Geld. Der Kunde bekommt bei diesem System nicht nur einen günstigeren Preis, sondern kann mit den eigenen Augen sehen, woher das Bio-Fleisch kommt.

Neben der persönlichen Abholung am Hof bieten immer mehr Bauern auch einen österreichweiten Kühlversand an. Der Versand von Fleisch ist dank wiederverwendbarer Kühlboxen und guter Logistik mittlerweile sehr ausgereift. „Gerade für Regionen wie der Buckligen Welt bietet der Kühlversand große und wachsende Absatzchancen in den nächsten Jahren“, erklärt Micha Beiglböck..