Weichen für Fachhochschul-Lehrgang in Ternitz gestellt. Bereits im Herbst 2020 soll mit Phase eins des FH-Projektes in der Stahlstadt begonnen werden. Als akademischer Partner wurde die FH Kärnten ins Boot geholt.

Von Tanja Barta. Erstellt am 03. Dezember 2019 (12:54)

Großer Schritt für die Stadtgemeinde Ternitz: Ab 2020 wird in der Industriestadt ein FH-Lehrgang "Maschinenbau" entstehen. Die vorläufigen Kosten, 75.000 Euro, werden von der Stadt übernommen. 

Seit 2012 wird über eine Fachhochschule in Ternitz diskutiert. "Eine Schule selbst wäre aber nicht möglich gewesen, deshalb haben wir einen Lehrgang ins Auge gefasst", so SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak. Vor einem Jahr ist man, mit Hilfe des ehemaligen Geschäftsführers der FH Wiener Neustadt Gerhard Pramhas, in die Intensivphase der Planung für einen passenden FH-Lehrgang gegangen. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde nun der erste fixe und wichtige Partner vorgestellt. 

Anschubfinanzierung übernimmt Stadt

"Es freut mich sagen zu können, dass wir die FH Kärnten als akademischen Partner vorstellen dürfen", so der Stadtchef. Los gehen soll es bereits im nächsten Jahr, wobei hier vorerst Phase eins verwirklicht wird. Das Projekt selbst ist in drei Phasen gegliedert. "Nächstes Jahr gibt es einen Kurs, der zwei Semester dauern wird. Ziel dabei ist es, die Teilnehmer soweit zu bringen, dass sie studienberechtigt sind", erklärt Gerhard Pramhas. Die beiden anderen Phasen sollen dann jeweils 2021 und 2022 umgesetzt werden. Kosten kommen auf die Teilnehmer des ersten Aufbau-Kurses keine zu. "Die Stadt wird die Anschubfinanzierung übernehmen. Im Budget haben wir dafür 75.000 Euro eingeplant", so SPÖ-Landtagsabgeordneter, Vizebürgermeister Christian Samwald. 

Kurse werden in Ternitz gehalten

Auch wenn die Fachhochschule Kärnten akademischer Partner ist, wird der Unterricht in Ternitz abgehalten. "Die praktischen Einheiten finden sowieso in den Betrieben der Region statt und die theoretischen Einheiten werden ebenfalls hier abgehalten. Die heutigen Unterrichtsmethoden machen das möglich", so Gerhard Pramhas. Unterrichtet werden soll übrigens in den Räumen des Bundesoberstufenrealgymnasiums (BORG). "Da dieser Kurs berufsbegleitend ist und daher am Abend stattfindet, sind die Räume in der Schule frei", so Stadtchef Dworak. 

Ausbildung soll Betrieben in Region helfen

Ziel des FH-Lehrgangs "Maschinenbau" ist vor allem die Stärkung der Betriebe im Schwarzatal. Bereits im Vorfeld wurde mit Firmen wie Schoeller Bleckmann oder auch Amada gesprochen. "Alle haben das gleiche Problem: Sie haben einen Fachkräftemangel", so Dworak. Genau darauf soll der zukünftige Lehrgang abzielen. "Wir wollen Menschen mit Lehre die Möglichkeit geben, sich weiter ausbilden zu können und gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Firmen eingehen", erklärt der Stadtchef das Prinzip. "Unser Ziel ist es, Fachkräfte für die Firmen hier am Standort vorzubringen", verdeutlicht Gerhard Pramhas. 

Mehr über den genauen Aufbau des Fachhochschul-Lehrgangs und die modernen Unterrichtsmethoden gibt es in der nächsten Printausgabe der NÖN Neunkirchen.