„Silber“ für Schnäpse aus Gloggnitz. Destillateur Norbert Karasek reichte Produkte bei der Weltmeisterschaft der Schnapsbrenner ein – es wurden drei „Silberne“.

Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 24. August 2018 (05:00)
Das gebrannte „Zirberl“ aus dem Haus von Norbert Karasek holte bei der aktuellen Weltmeisterschaft der Destillateure gleich auf Anhieb „Silber“.
Gerhard Brandtner

Wenn Norbert Karasek über Schnapsbrennen spricht, merkt man, dass es für ihn mehr ist als nur ein Hobby. Der 83-Jährige macht es aus Leidenschaft und diese ist für ihn der Weg zum Erfolg.

In Österreich haben die „Karaseks“ schon längst alle Titel, die es für Schnapsbrenner zu gewinnen gibt, abgeräumt und im Vorjahr wagte man sogar den Schritt, und reichte die Produkte „made in Gloggnitz“ bei der Weltmeisterschaft ein. „Einmal dort zu gewinnen, mag ja vielleicht Zufall sein, heuer wollten wir es daher genau wissen“, so Karasek. Und wieder gelang es ihm, drei Mal „Silber“ zu holen.

Die „Rote Williamsbirne“ und der Himbeerlikör setzen sich durch, und dann war da noch das „Zirberl“. Karasek: „Vor allem das Aroma begeisterte die Jury.“ Und auf sein „Naturprodukt“ ist Norbert Karasek auch mächtig stolz. „Wir werden immer gefragt, wie wir das gute Aroma schaffen. Bei uns ist alles Natur, keine Zusätze und eben wirklich sehr viel Handarbeit und Fingerspitzengefühl.“

„Bei uns ist alles Natur, keine Zusätze, viel Handarbeit und Fingerspitzengefühl.“Norbert Karasek über die Gründe seines Erfolges.

Gemeinsam mit seiner Frau Anna verbringt Norbert Karasek unzählige Stunden in der Brennerei, schneidet und entkernt das Obst und lässt dem Produkt auch die Zeit, die es zur höchsten Qualität braucht. Doch aller Erfolge zum Trotz: Sich auf den Lorbeeren auszuruhen, kommt Norbert Karasek nicht in den Sinn.

Mit der Apfelsorte „Granny Smith“ haben die Karaseks schon wieder eigene Pläne, ebenso, wie mit dem „Braeburn“. „Ich will immer etwas ausprobieren“, erklärt der Schnapsbrenner.

Im fachlichen Urteil des Falstaff kommen die gerannte Birne, die Quitte und natürlich auch das „Zirberl“ auf je 92 Punkte.