Neues Müllservice der Superlative

Mit dem Spatenstich für das neue Wertstoffsammelzentrum direkt am Areal der Grünen Tonne an der B 17 wurde am Montag ein weiterer Meilenstein bei der Müllentsorgung im Bezirk Neunkirchen gesetzt. Das zwei Millionen teure Projekt soll im Juni des kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Christian Feigl
Christian Feigl Erstellt am 27. September 2021 | 12:26

„Im größten Wertstoffsammelzentrum Niederösterreichs können die Bewohner des Bezirkes Neunkirchen an vier Tagen in der Woche neben den Sperrmüllfraktionen wie Holz, Hartkunststoffe oder Sperrmüll ebenfalls Problemstoffe, Elektroaltgeräte und Kartonagen entsorgen", erklärte Abfallwirtschaftsverbandsobmann Engelbert Pichler bei der Präsentation.  Die Zugangskontrolle erfolgt durch ein automatisches Schrankensystem, das mit einer Zutrittskarte betätigt wird, wobei jeder Haushalt im Bezirk eine Zutrittskarte erhält. Durch ein ausgeklügeltes Anliefersystem soll es den Kunden so einfach und sicher wie möglich gemacht werden, die Abfälle fachgerecht zu entsorgen. Den Kunden steht ebenfalls fachlich geschultes Personal zur Verfügung, das die Abfalleingänge koordiniert und behilflich ist, die richtigen Abwurfcontainer zu verwenden.

„Auch der Bezirk Neunkirchen ist vom stetig steigenden Abfallaufkommen betroffen. Dies stellt eine Herausforderung dar, der sich der Abfallwirtschaftsverband Neunkirchen, als Zusammenschluss aller 44 Bezirksgemeinden, stellt. So wurde in den vergangenen Jahren intensiv daran gearbeitet, eine bezirksadäquate Struktur für die Sperrmüllentsorgung zu entwickeln, wo alle Bürger des Bezirkes Neunkirchen ohne zusätzliche Kosten ihre Sperrmüll- und Problemstofffraktionen entsorgen können. Damit sollen zukünftig auch die Gemeinden entlastet werden und der enorme Andrang bei der Sperrmüllsammlung auf den Bau- und Wirtschaftshöfen der Vergangenheit angehören“ ergänzt Obmann-Stv. Kögler die Fakten.

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Bauphase startet in Breitenau

Mit dem Wertstoffzentrum in Breitenau geht nun das erste von insgesamt drei Wertstoffsammelzentren in die Bauphase. Nach einem mehrstufigen Ausschreibungsverfahren bekam die Firma Alfred Trepka GmbH den Zuschlag als Bau-Generalunternehmer. Ebenfalls 2022 geht das Wertstoffsammelzentrum Schlöglmühl in Betrieb, wo am Gelände der Firma FCC Environment Sperrmüll- und Problemstofffraktionen entsorgt werden können. Ein drittes  im Pittental ist im Bereich von Grottendorf noch in der Planungsphase und stellt zukünftig das dritte überregionale Standbein dar. Diese beiden Zentren werden jeweils an zwei Tagen in der Woche geöffnet haben.

„Betrieben wird das  Breitenauer durch die Tochterfirma des Abfallwirtschaftverbands, die Reinhalteverband Grüne Tonne GmbH. Durch Jahrzehnte lange Erfahrung in der Abfallbranche, haben wir den idealen Partner zur administrativen und operativen Leitung dieser Zentren“, so  Pichler weiters. Speziell durch die verschiedenen Container wird ermöglicht, dass auch der Sperrmüll vor Ort getrennt abgeladen werden kann. So sollen Altholz oder Metallabfälle in die dafür vorgesehenen Container und nur der nicht verwertbare Rest in die Sperrmüllcontainer. Ein enormer Mehrwert der Zentren ist, dass die extrem aufwändige Sortierung des Sperrmülls vor Ort vorgenommen wird und die Bürger bei den Containern die richtige Abladestation zugewiesen bekommen. Somit muss weit weniger Abfall in die Verbrennung geschickt werden, was wieder eindeutig im Sinne einer Kreislaufwirtschaft ist.