Weltcup am Semmering wurde Autorowdy zum Verhängnis. Eine über 70 Kilometer lange gefährliche Verfolgungsjagd auf der Südautobahn und der S6 mit teilweisem Tempo von 200 km/h hatte am Freitagvormittag bei Gloggnitz für einen 49-jährigen Autorowdy aus Wien ein jähes Ende: Wegen der verstärkten Verkehrsmaßnahmen zum Semmering-Weltcup endete seine halsbrecherische Flucht bei der S6-Abfahrt Gloggnitz.

Von Christian Feigl. Erstellt am 29. Dezember 2018 (13:45)
APA (Symbolbild)
Die Polizei konnte den Autolenker erst nach 70 Kilometern stoppen

Der 49-Jährige war laut APA gegen 10.30 Uhr bei einer Tankstelle in der Ketzergasse aus noch unbekannter Ursache mit einer oder mehreren Personen in Streit geraten. Die wegen des randalierenden Mannes gerufenen Beamten wollten diesen in seinem Fahrzeug anhalten. Der Lenker gab aber Gas und flüchtete in Richtung Autobahnauffahrt.

Nachdem er den Polizisten in Gefahr gebracht hatte, missachtete der Mann auch mehrere rote Ampeln. Auf der A2 umfuhr er zwei Straßensperren und gefährdete laut Polizei auch andere Verkehrsteilnehmer massiv. Mit der Unterstützung der Landespolizeidirektion Niederösterreich gelang es, den Lenker auf der Semmering-Schnellstraße (S6) im Bereich der Abfahrt Gloggnitz zu stoppen.

Flucht wegen Verkehrsmaßnahmen gestoppt

„Wir hatten dort wegen des Weltcuprennens einen sogenannten Verkehrstrichter und verstärkte Überwachung. Das dürfte der Mann nicht gewusst haben und es wurde ihm letztlich zum Verhängnis. Die Fahrbahn ging auf eine Spur zusammen und der Lenker wollte über die Abfahrt entkommen. Dort haben ihn meine Männer, die schon gewartet haben, dann geschnappt“, so ein stolzer Bezirkspolizeikommandant Johann Neumüller. Er weiß auch, dass es während der Verfolgungsjagd zu mehreren gefährlichen Szenen gekommen war: „Der Mann versuchte dabei auch, die Kollegen mit dem Auto abzudrängen. Besonders im Bereich des Seebensteiner Knotens war es mehrmals haarig“, so Neumüller.

Der 49-Jährige wurde wegen mehr als 30 Verwaltungsübertretungen angezeigt, ihm wurde der Führerschein abgenommen. Außerdem muss er sich wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, versuchter schwerer Körperverletzung und vorsätzlicher Gemeingefährdung verantworten. Der Mann befand sich am Samstag noch in Haft.