Übung: Geflohener Häftling legte Feuer. Am Dienstag fand in Willendorf (Bezirk Neunkirchen) eine großangelegte Einsatzübung statt. Beteiligt waren das Einsatzkommando Cobra, die Justizwache, die Polizei, das Rote Kreuz Neunkirchen sowie die Feuerwehren Willendorf und Dörfles.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 21. Februar 2018 (09:06)

Übungsannahme war ein Gefängnisausbruch aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Gerasdorf, bei der sich der Geflohene sich mit einer Geisel in einem Haus im Ortszentrum von Willendorf verschanzte.

Schusswechsel und Explosionen: Einsatzkräfte gaben alles

Die Verhandlungen mit dem Geiselnehmer führten zu keinem Erfolg, weshalb das Gebäude vom Einsatzkommando gestürmt werden musste. Beim Zugriff kam es zu einem gestellten Schusswechsel, bei dem die Geisel verletzt wurde. Nachdem die Einsatzkräfte den Täter überwältigt hatten, evakuierten Sanitäter der "Cobra" den Verletzten und übergaben ihn dem Notarzt des Roten Kreuzes.

Da es bei der Übung dem Verdächtigen gelang, ein Feuer zu legen und dieses mehrere Explosionen auslöste, mussten auch die Feuerwehren eingreifen. Die Wehren aus Willendorf und Dörfles drangen unter schwerem Atemschutz in das Obergeschoss vor und kämpften gegen die Flammen.

Bei der Nachbesprechung betonten alle Leiter der eingesetzten Organisationen die Wichtigkeit solcher Übungen, um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein.