Brandkatastrophe 1918: Mahnmal für Frieden errichtet. In Erinnerung an die 14 Winzendorferinnen, die bei der Brandkatastrophe im Jahr 1918 ihr Leben lassen mussten, fanden sich bei der Gedenkstein-Eröffnung viele Gäste ein.

Von Doris Damböck. Erstellt am 06. Oktober 2018 (04:00)
Obfrau des Kulturvereins Beate Pokorny, Historikerin vom NÖ Landesarchiv Gertrude Langer-Ostrawsky, Gerhard Kofler, UBL-Bürgermeisterin Ernestine Sochurek und UBL-Vizebürgermeister Josef Wanzenböck.
Doris Damböck

Zum Gedenken an die 14 jungen Winzendorferinnen, die bei der Brandkatastrophe am 18. September 1918 in der k.u.k. Munitionsfabrik in Wöllersdorf umgekommen sind, fanden sich zahlreiche Menschen ein.

Kofler: „erinnern, gedenken und mahnen“

Gerhard Kofler als Initiator von Gedenkfeier und Gedenkstätte, ist familiär selbst mit dem Unglück verwoben, da zwei seiner Großtanten dort ihr Leben lassen mussten. Ihm war es ein großes Anliegen, dass diese Geschichte wieder in das Gedächtnis der Menschen zurückkehrt und nicht mehr vergessen wird.

Diese Gedenkstätte wurde bei der Veranstaltung offiziell vorgestellt.
Doris Damböck

Die Gedenkstätte neben dem bestehenden historischen Grabstein auf dem Winzendorfer Friedhof soll „erinnern, gedenken und mahnen“, so Kofler. In seiner Rede sprach er über die vier ungleichen Steinblöcke und deren Bedeutung: „Dieses Denkmal dient der Erinnerung an die Opfer und die Familien der Opfer und soll ein Mahnmal für den Frieden und gegen die Schrecken des Krieges sein.“ Jeder Steinblock steht für etwas anderes.

Nach der Gedenkfeier konnten Interessierte im Volksheim die Ausstellung „Nie wieder Krieg“ und die eigens für die Brandkatastrophe erstellte Broschüre als Zusammenfassung ansehen. Kofler hofft darauf, dass die Ausstellung anschließend in der Gemeinde einen würdigen Platz findet.

Die Kosten für die Gedenkstätte belaufen sich etwa auf 7.000 Euro.

Unterstützt von Gemeinde und Verein Kunst-Kultur-Kreativität wurden auch freiwillige Spenden gegeben.