Wirbel um Spritzmittel. Nach Aufregung um chemische Substanzen sucht Stadtgemeinde Ternitz nach umweltverträglichen Alternativen.

Von Barbara Zedlacher. Erstellt am 18. Mai 2015 (08:51)
NOEN, Foto: Stadtgemeinde Ternitz
Rupert Dworak: »Wir werden vorerst mechanisch das Unkraut entfernen.«

Aufregung gab es in jüngster Zeit um angeblich gespritzte Unkrautvernichtungsmittel – Roundup genannt – in Ternitz. Die Grüne Gemeinderätin Sevinc Balikci machte die Stadtregierung via Bürgerforum im Internet darauf aufmerksam, dass die Anwendung besagten Mittels auf versiegelten Flächen, also im Straßenbereich, untersagt sei und bat um Aufklärung.

SP-Bürgermeister Rupert Dworak gibt Entwarnung: „Ternitz hat bisher ausschließlich handelsübliche, zugelassene Produkte sparsam und punktuell verwendet.“ Man habe sich zu jeder Zeit an die gesetzlichen Bestimmungen gehalten. Nach eingehender Beratung und Rücksprache mit der Bauhofleitung habe man nun aber eine Entscheidung getroffen: „Die Stadtgemeinde verzichtet ab sofort freiwillig und vollständig auf den Einsatz chemischer Spritzmittel zur Unkrautbekämpfung.“

„Als Umweltstadt ein Zeichen setzen“

Man begebe sich jetzt auf die Suche nach umweltverträglichen Mitteln. Grund für diese Entscheidung: „Wir haben wie alle anderen Gemeinden im Handel erhältliche, genehmigte Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt. Diese enthalten aber alle den Wirkstoff Glysophat, der zwar erlaubt, bei Biologen und Umweltschützern aber umstritten ist“, betont Dworak. Man wolle als Umweltstadt damit ein Zeichen in Richtung Bio setzen.