Volksschul-Projekt für Ortschef in Stein gemeißelt. Neubau wirft für Bürgerliste etliche Fragen auf. Würflacher Bürgermeister Franz Woltron will an Realisierung festhalten.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. Februar 2021 (03:22)
Bürgermeister Franz Woltron aus Würflach.
Philipp Grabner

Viele Fragen beim Thema Neubau der Volksschule sind für die Bürgerliste „Gemeinsam für Würflach („GfW“) noch offen: Kann sich die Gemeinde einen Neubau derzeit leisten? Ist der Standort auf dem Areal der „WellnessWelt“ der richtige? Ist die Dringlichkeit für den Neubau tatsächlich gegeben? Besteht überhaupt Bedarf für einen Neubau?

Roland Reiter, Obmann der Bürgerliste „Gemeinsam für Würflach“.
Liste

Sorgen macht sich Obmann Roland Reiter vor allem um „die Finanzierbarkeit eines derartigen Projektes mitten in der Wirtschaftskrise“. Auch der geplante Standort sei nicht ideal, das Gelände könne nicht mehr anderweitig genutzt werden, durch die exponierte Lage seien Probleme vorprogrammiert: Erhöhtes Verkehrsaufkommen in Siedlungslage oder höhere Baukosten aufgrund der dezentralen Hanglage seien zu erwarten. „Müssen wir gerade jetzt im Teillockdown als Gemeinde so Gas geben?“, hinterfragt Reiter, für den auch die Bedarfsfrage noch nicht geklärt ist. Das derzeitige Schulgebäude könne durch entsprechende bauliche Maßnahmen durchaus noch für längere Zeit genutzt werden.

„Dieses Projekt möchte ich in fachlich kompetente Hände legen!“ Franz Woltron, ÖVP

Bürgermeister Franz Woltron (ÖVP) steht ganz klar hinter dem Projekt: „Für mich steht der Neubau fest“, betont er auf Anfrage der NÖN, ein Um- und Zubau auf dem bestehenden Standort sei definitiv nicht möglich. Es habe vergangene Woche im Gemeinderat konstruktive, fraktionsübergreifende Gespräche gegeben, alle Zahlen und Fakten seien auf den Tisch gelegt worden.

Eine Arbeitsgemeinschaft werde Kostenobergrenzen und Raumplanung gemeinsam mit externen Experten erarbeiten: „Dieses Projekt möchte ich in fachlich kompetente Hände legen“, betont der Ortschef. „Auf dem Standort ,WellnessWelt‘ ist genug Platz, um vieles zu verwirklichen“, nimmt er zu den Bedenken der Liste Stellung, das Projekt werde viele Jahrzehnte für die Bevölkerung Nutzen bringen, die Corona-Krise hingegen werde irgendwann vorbei sein: „Es geht um die Kinder und die Zukunft!“