Zehn neue Gemeinderäte für Neunkirchens ÖVP. Trafikant Oliver Huber, FF-Kommandant Mario Lukas oder Volksschuldirektorin Marion Baumgartner sind nur drei Personen, die erstmals für die ÖVP in den Gemeinderat einziehen. Nicht mehr dabei sind hingegen Christian Humhal, Horst Matias oder Stadtrat Christian Gruber.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 28. Januar 2020 (16:21)
Thomas Berger, Christine Vorauer, Peter Teix, Bürgermeister Herbert Osterbauer, Barbara Kunesch, Armin Zwazl, Amra Pilav sowie (stehend) Peter Stix, Mahir Genc, Oliver Huber, Marion Baumgartner, Reinhard Glöckel, Klaudia Osztovics, Thomas Müller, Michael Bele, Mario Lukas und Erduvan Süs.
ÖVP

17 Sitze – zwei mehr als bisher – besetzt die Neunkirchner Volkspartei im nächsten Gemeinderat. Welche Kandidaten tatsächlich den Sprung ins Stadtparlament schaffen, entscheiden dabei einzig und allein die Vorzugsstimmen. „Dieses System haben wir bereits bei den letzten zwei Wahlen angewandt und der Erfolg hat uns dabei recht gegeben“, ist ÖVP-Stadtparteiobmann, Bürgermeister Herbert Osterbauer überzeugt. Es sei absolut demokratisch, „andererseits auch ein wenig brutal“, wie Osterbauer zugibt.

Denn: Mit Christian Gruber wird ein amtierender Stadtrat nicht mehr Teil des Gemeinderates sein – er erhielt zu wenige Stimmen lautend auf seinen Namen. „Das hat mich doch sehr überrascht“, so Osterbauer zur NÖN. Auch habe er nicht damit gerechnet, dass Baudirektor Christian Humhal sowie Gemeinderat Horst Matias den Sprung nicht mehr schaffen. „Das hätte ich so nicht vorhergesehen“, so Osterbauer.

Genc, Lukas und Baumgartner sind drei "Neue"

Insgesamt sind zehn der künftigen 17 ÖVP-Mandatare erstmalig Teil des Gemeinderates. Der jüngste neue Gemeinderat ist der 21-jährige BWL-Student Mahir Genc – ebenso mit dabei: Feuerwehrkommandant Mario Lukas, Volksschuldirektorin Marion Baumgartner sowie der ehemalige Pittener Gemeinderat Reinhard Glöckel. „Vom Arbeiter bis zur Direktorin, vom Schlossermeister bis zum Trafikanten, vom Studenten zur Pensionistin: Unser Team ist so vielfältig wie das Leben“, hält Osterbauer dazu fest. Die Anzahl der genauen Vorzugsstimmen werden jedoch nicht veröffentlicht.

Nachfolge von Stadtrat Gruber noch offen

Wer künftig Mitglied des Stadtrates ist, wird noch geklärt, meint Osterbauer auf Nachfrage. Klar ist jedoch, dass es zumindest einen neuen ÖVP-Stadtrat geben wird, als Nachfolger für Christian Gruber. „Die Anzahl der Stadträte wird höchstwahrscheinlich bei acht bleiben, das ist die Mindestanzahl und entspricht dem Sparsamkeitsgedanken“, so Osterbauer dazu. Noch in dieser Woche will das Stadtoberhaupt Gespräche mit den anderen Parteien führen. Auf eine Koalition mit einer bestimmten Partei will er sich noch nicht festlegen, hält aber fest, „dass die Zusammenarbeit mit den Grünen bis dato sehr gut funktioniert hat. Jetzt geht es mir darum, zu klären, wer ernsthaft für eine Koalition bereit stehen würde und wie das Personal aussieht.“

ÖVP-Stadtparteichef Herbert Osterbauer mit der Liste seiner neuen Gemeinderäte.
Philipp Grabner

Die konstituierende Sitzung des Gemeinderates plant Bürgermeister Osterbauer dann für den 5. März. „Der Ort wird vermutlich wieder die Krankenpflegeschule sein, damit die Bevölkerung auch die Möglichkeit hat, dabei zu sein.“

Das ÖVP-Team im künftigen Gemeinderat: 

  • Herbert Osterbauer, Bürgermeister
  • Marion Baumgartner, Volksschuldirektorin (neu)
  • Franz Michael Bele, Schlossermeister 
  • Leopold Berger, Diplomierter Sozialarbeiter (neu)
  • Mahir Genc, Student (neu)
  • Reinhard Glöckel, kaufmännischer Angestellter (neu)
  • Oliver Huber, Trafikant (neu)
  • Barbara Kunesch, Pensionistin
  • Mario Lukas, Bauleiter (neu)
  • Thomas Müller, technischer Leiter (neu)
  • Klaudia Osztovics, Justizwachebeamtin (neu)
  • Amra Pilav, Personalverrechnerin
  • Peter Stix, leitender Angestellter (neu)
  • Erduvan Süs, Arbeiter (neu)
  • Peter Teix, Angestellter
  • Christine Vorauer, Bankangestellte
  • Armin Zwazl, Angestellter

Mehr zu den Auswirkungen der Gemeinderatswahlen vom Sonntag gibt es laufend hier auf noen.at und natürlich mit weiteren Hintergründen in der nächsten NÖN-Printausgabe!