Milchprinzessin im NÖN-Interview: „Sich treu bleiben“. Zwei Jahre lang bekleidete Daniela Beiglböck aus Zöbern die Funktion der NÖ Milchprinzessin. Im Gespräch erzählt sie vom Abschied aus dem Amt und vielen Erlebnissen.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 10. Juni 2018 (05:00)
Erich Marschik

NÖN: Du hast nun zwei Jahre lang das Amt der Milchprinzessin Niederösterreichs ausgeführt und hast dieses nun übergeben. Wenn Du Deine Amtszeit mit einem Wort beschreiben müsstest, welches wäre es?

Daniela Beiglböck: Erlebnisreich.

Du warst viel im ganzen Land unterwegs, auf zahlreichen Veranstaltungen, hast viele neue Menschen kennengelernt. Gibt es ein besonderes Ereignis, an das Du gerne zurückdenkst?

Daniela: Die schönsten Ereignisse waren die, bei denen ich mit Kindern zu tun hatte. Kinder sind stets offen, neugierig und wissbegierig, ohne irgendwelche Vorurteile zu haben. Gemeinsam Neues mit ihnen zu erlernen, etwas verkosten und das Butterschütteln hat nicht nur mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Gab es auch schwierige Momente? Fiel Dir das Sprechen vor vielen Menschen anfangs schwer? Wie hast Du Dich auf solche Situationen vorbereitet?

Daniela: Für mich war es jedes Mal aufs Neue aufregend, vor Menschen zu sprechen, das hat sich eigentlich bis zum Schluss nicht verändert. Aber da ich immer wusste, was mich erwartet, habe ich mich im Vorhinein gut auf die Situation vorbereiten können.

Deine Funktion hat sicher ganz schön viel Zeit erfordert – wie hast Du das mit der Schule vereinbaren können?

Daniela: Wenn in der Schule keine Prüfungen anstanden, war es kein Problem, wenn ich mal einen Tag gefehlt habe. Aber die meisten Auftritte haben sich ohnehin auf das Wochenende konzentriert. Wenn es einmal gar nicht ging, musste ich einen Auftritt auch mal absagen. Zum Glück hatten die Veranstalter immer Verständnis dafür.

Hast Du auch prominente Leute kennengelernt?

Daniela: Wir durften Politiker aus Landes- und Bundesebene kennenlernen – und natürlich den legendären Werbestar Schärdinand.

Sind auch neue Freundschaften entstanden?

Daniela: Ja! Mit meiner Milchkönigin, Elisabeth I., bin ich sehr eng zusammengewachsen – eine Freundschaft fürs Leben ist daraus geworden. Aber auch viele andere Menschen aus der Milchbranche sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Bist Du wehmütig, dass Deine Amtszeit nun vorbei ist?

Daniela: Es ist immer ein weinendes und lachendes Auge dabei, aber ich denke, zwei Jahre ist die optimale Länge für dieses Amt und somit haben jetzt auch wieder zwei junge Frauen die Möglichkeit, sich dieser Aufgabe zu stellen.

Was nimmst Du aus Deiner Funktion mit? Was hast Du als Milchprinzessin gelernt?

Daniela: Ich habe einen tieferen Einblick hinter die Kulissen der Milchwirtschaftsbranche werfen dürfen und habe auch einen Einblick ins Molkereigeschehen bekommen. Aber ich denke, auch die klassischen Softskills konnte ich verbessern.

Hast Du Tipps für Deine Nachfolgerin?

Daniela: Die Zeit genießen, denn kaum dreht man sich um, sind zwei Jahre auch schon wieder vergangen. Offen sein für Neues und stets mutig sein. Aber am Wichtigsten ist, sich selbst treu zu bleiben und sich nicht zu verstellen – egal, auf wen man trifft.

Deine Zukunftspläne – auch aus beruflicher Sicht?

Daniela: Erstmals steht die mündliche Matura vor der Tür. Den Sommer über werde ich auf einem Milchviehbetrieb in den USA arbeiten. Danach werde ich mir einen Beruf in der landwirtschaftlichen Branche suchen. Oberstes Ziel ist es jedoch, gemeinsam mit meinem Freund einen landwirtschaftlichen Betrieb zu finden, um dort selbst Landwirtschaft bzw. Milchwirtschaft betreiben zu können, denn darin steckt mein gesamtes Herzblut.