Schnapsbrenner bei Explosion verletzt. Der Zweiersdorfer Schnaps-Spezialist Peter Bock erlitt Wunden, Brüche und Verbrennungen, ist aber am Weg der Besserung.

Von Clemens Thavonat. Erstellt am 20. September 2016 (05:41)
Clemens Thavonat
Peter Bock aus Zweiersdorf ist nicht nur Destillateur, vielmehr auch Initiator der Zweiersdorfer Schnapsbrenner-Meile und Verfechter des Erhaltes der Brenn-Kultur.

Ein schrecklicher Unfall sorgt derzeit im Höfleiner Ortsteil für Erschütterung, Unglauben und Anteilnahme aus der Bevölkerung. Destillateur und Initiator der traditionellen Schnapsbrenner-Meile Peter Bock ist bei Reinigungsarbeiter an seiner Destillieranlage schwer verunglückt. Obwohl der Brennkessel zur Sicherheit bereits mit Wasser gefüllt war, kam es zu einer folgenschweren Explosion.

NOEN, Thavonat
Die Brennanlage von Peter Bock, die den Unfall auslöste.

Der Kupferbehälter zerbarst unter enormer Druckentwicklung und schleuderte Bock quer durch seinen Arbeits- und Präsentationsraum. Der beliebte Zweiersdorfer erlitt dadurch extrem schwere Verbrennungen, Quetschungen und auch Brüche sowie tiefe Schürfwunden. Auch sein Sehvermögen ist derzeit sehr beeinträchtigt, wie seine Ehefrau Anna mitteilte.

Überdruckventil öffnete nicht

Das Unfallopfer wurde sofort in die Spezialklinik des Wiener AKH eingeliefert, wo man sich in der Intensivstation mit aller Kraft darum bemüht, alle Verletzungen zu beheben. Leider ist derzeit noch nicht abschätzbar, ob Beeinträchtigungen zurückbleiben. Wie ein Insider vermutete, dürfte die Unfallursache darin liegen, dass das Überdruckventil nicht öffnete und sich daher Restdämpfe über dem Wasser durch die enorme Kompression entzündeten, was schließlich zur Verpuffung führte.

„Es wurden bereits einige Wunden vom Schorf befreit“, so Anna Bock. „Darunter kommt schon nachwachsende Haut zum Vorschein, das deutet darauf hin, dass Peters Körper große Heilungskraft besitzt.“ Es gibt also Grund zur Hoffnung, dass Peter Bock wieder völlig genesen wird.