„Dataskop" liefert Umweltdaten für die Digitalisierung . Mehrere niederösterreichische Hochschulen arbeiten an dem Projekt „Dataskop", bei dem Sensordaten der Umwelt ausgewertet werden. Die Forschungsarbeit soll nachhaltig Vorteile im Bereich der Digitalisierung vor allem im ländlichen Raum bringen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. April 2020 (15:28)
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Das Projekt „Dataskop – Sensor-Based Data Economy in Niederösterreich“, das von mehreren NÖ-Hochschulen gemeinsam durchgeführt wird, beschäftigt sich mit der Veranschaulichung von Daten, die durch Sensoren erfasst werden. Das Land NÖ fördert das Projekt mit rund 823.000 Euro.

Im Zuge von "Dataskop" werden ortsbezogene Umweltdaten über Sensoren erfasst und dargestellt. Künftige Anwendungsfelder dieser Daten können zum Beispiel im Katastrophenschutz, in der Landwirtschaft, speziell auch im Weinbau, in der Trinkwasserversorgung oder beim Winterdienst liegen.

So könnten beispielsweise Sensoren, die Witterungsverhältnisse erfassen, dazu beitragen, dass Räum- und Streufahrzeuge in ländlichen Gemeinden optimal eingesetzt und die Verkehrssicherheit somit erhöht werden kann. Für den ländlichen Raum Niederösterreichs kann diese digitale Unterstützung eine nachhaltige Verbesserung im öffentlichen Bereich bedeuten. 

„Dataskop“ wird von der Fachhochschule St. Pölten, die IMC Fachhochschule Krems, die FOTEC Forschungs- und Technologietransfer GmbH in Wiener Neustadt und das ebenfalls in Wiener Neustadt ansässige Department für integrierte Sensorsystem der Donau-Universität Krems über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt. Im Zuge des Projekts beschäftigen sich die Kooperationspartnerinnen auch mit der Erfassung der Daten, mit IT-Sicherheit und mit der wirtschaftlichen Datennutzung.

Neben den wissenschaftlichen Publikationen werden die entwickelten Basistechnologien als Open-Source-Software- und Hardwarekomponenten öffentlich zugänglich gemacht. Diese können in der Folge von niederösterreichischen Unternehmen verwendet werden, um einen besseren Service für Ihre Kundinnen und Kunden anzubieten zu können. Das Projekt leistet damit laut dem Land NÖ einen wichtigen Beitrag zu den Zielen des niederösterreichischen Forschungs-, Technologie- und Innovationsprogramms und wird daher gefördert.