"Keine Sorgen um Noten". Bildungslandesrätin Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Heuras betonen, dass die aktuellen Umstände bei der Leistungsbeurteilung berücksichtigt werden. Nach der ersten Woche mit Heim-Unterricht ziehen sie positive Bilanz.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. März 2020 (10:22)
NLK Burchhart

In der aktuellen Situation rund um das Coronavirus sind Schulen, Lehrer, Schüler und Eltern auf digitalen Lern- und Kommunikationstools angewiesen. Bildungsminister Heinz Faßmann zog eine erste positive Bilanz zur ersten Woche mit digitalem Heimunterricht.

Niederösterreichs Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Johann Heuras schließen sich dieser ersten Einschätzung an: „Die Zahlen sprechen für sich. Über 90 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer und über 80 Prozent der Eltern haben nach der ersten Woche mit den neuen Maßnahmen rückgemeldet, dass der Lernstart gut gelungen ist."

Die Situation sei für alle neu und stelle vor einige Herausforderungen. "Wir möchten an dieser Stelle auch betonen, dass sich bitte weder Eltern noch Schülerinnen und Schüler Sorgen um Noten oder Leistungsbeurteilungen machen müssen. Es werden die aktuellen besonderen Umstände jedenfalls berücksichtigt werden“, sagen Heuras und Teschl-Hofmeister.

"Kein Schüler darf zurückbleiben"

Nach der ersten Woche mit den besonderen Herausforderungen sehe man, dass das „System Schule“ ein sehr flexibles sei und es innerhalb kürzester Zeit gelungen sei, den gesamten Schulbetrieb umzustellen. Es habe sich gezeigt, dass sich der Aufbau diverser Lernplattformen und Kommunikationskanäle, wie School Fox oder LMS, bewährt hat.

Sie funktionieren gut und auch der laufende Kontakt zwischen den Lernenden und den Lehrenden sei gewährleistet - über Mail, eigene Kommunikations-Plattformen oder das Telefon. "Wir achten seitens der Bildungsdirektion vor allem darauf, dass weder unsere Schülerinnen und Schüler, noch die Eltern alleine gelassen werden, sondern laufend begleitet und serviciert werden. Kein Schüler und keine Schülerin darf in dieser herausfordernden Zeit zurückbleiben“, so Teschl-Hofmeister und Heuras.

„Um ein qualitative Fortführung des Unterrichts auch von zu Hause aus sicherstellen zu können, ist es notwendig, dass die Lerninhalte trotz räumlicher Trennung von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, pädagogisch wertvoll aufbereitet und vermittelt werden können. Einen großen Dank möchten wir dazu unseren Direktorinnen und Direktoren sowie Pädagoginnen und Pädagogen für ihr großartiges Engagement aussprechen", sagen die Bildungslandesrätin und der Bildungsdirektor.

Die Kinder werden heute mit Neuen Medien, Smartphones und Tablets groß. Für sie gehören diese Dinge zum ganz normalen Lebensalltag. "Umso wichtiger ist es daher, ihnen sinnvolle Einsatzmöglichkeiten mit auf den Weg zu geben. Mit dem NÖ Medienzentrum haben wir darüber hinaus ein hervorragendes Kompetenzzentrum, das die Pädagoginnen und Pädagogen beim Umgang und Einsatz von innovativen Bildungsmedien hervorragend unterstützen und anleiten kann“, erklärt das Duo. 

2.920 Klassen nutzen digitales Mitteilungsheft

Ebenfalls wichtiger Teil der pädagogischen Arbeit ist die Kommunikation mit den Eltern - auch in Zeiten des Fernunterrichts. Das Land hat bereits vor einem Jahr „SchoolFox“-Lizenzen für alle niederösterreichischen Pflichtschulen erworben. „SchoolFox“ ist ein Schulmessenger (digitales Mitteilungsheft), der den Schulen eine direkte, einfache Kommunikation mit den Eltern ermöglicht - per mobiler App oder über den Computer. Nach einem Jahr nutzen bereits über 520 niederösterreichische Pflichtschulen in 2.920 Klassen „SchoolFox“. Die App ermöglicht Nachrichten und Dateien an die Eltern zu versenden, die Eltern können diese unkompliziert bestätigen und die Schule erhält die Bestätigungen in übersichtlichen Listen.