Lernen in Corona-Zeiten: Kinderzimmer statt Klasse. Das Virus stellt auch Schulen auf den Kopf: Klassen sind leer, gelernt wird über das Internet, Matura ist verschoben.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 24. März 2020 (04:40)
Gespenstische Stille herrscht inden Klassenräumen des Landes.Sie sind seit der Vorwoche leer.
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Niederösterreichs Klassenzimmer sind wie leergefegt. Die 196.000 Schüler des Landes sind aufgrund der Coronakrise dazu aufgerufen, zuhause zu bleiben. Und das taten in der ersten Woche auch die allermeisten: Während am ersten Tag noch 2.000 Pflichtschüler die Betreuungsmöglichkeiten nutzten, kamen Ende der Woche nur mehr 400 Schüler. Betont wird aber, dass das Angebot weiter aufrecht bleibe – auch in der Osterwoche gibt es Betreuung für alle, deren Eltern arbeiten müssen.

Gelernt wird sonst über E-Learning-Plattformen. Das sei bereits gut angelaufen, versichern einige Direktoren im NÖN-Gespräch – trotz kleinerer technischer Schwierigkeiten.

Über das Internet bereiten sich auch die Maturanten auf ihre Abschlussprüfungen vor. Zeit haben sie dafür nun länger. Bildungsminister Heinz Faßmann gab in der Vorwoche bekannt, dass die Matura frühestens am 18. Mai (statt 5. Mai) starten soll. „Das ist der richtige Schritt“, ist BHS-Schulsprecher Benjamin Koiser erleichtert. Er verweist auf die ausständigen Prüfungen, die vor Notenschluss im April noch abgelegt werden müssen.