Schülerunion: Bundesobmann kommt aus dem Waldviertel. Sebastian Stark aus Gmünd an der Spitze der bundesgrößten Schülerorganisation.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 13. August 2019 (02:06)
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Sebastian Stark führt die Schülerunion Österreich ins nächste Schuljahr.

Große Politiker-Karrieren hatten an der Spitze der Schülerunion ihren Anfang genommen, etwa jene von Othmar Karas, nun Vizepräsident im Europaparlament. Der neue Bundesobmann dieser mit mehr als 30.000 Mitgliedern größten Schülerorganisation Österreichs kommt aus Gmünd: Sebastian Stark (19) wurde beim Bundestag in Krems von 88,8 Prozent der Wahlberechtigten gewählt.

Der Student der Technischen Physik an der TU Wien spricht von einer „Herausforderung, vor der ich Respekt habe – in die ich aber auch mit großer Freude gehe“. Der Weg an die Spitze der mit 24 von 29 Mandaten einflussreichsten Fraktion in der Bundesschülervertretung sei nicht geplant gewesen, sagt der Absolvent des BG&BRG Gmünd.

Am Weg vom Klassen- zum Schul- und AHS-Landesschulsprecher, zum Landes- und nun Bundesobmann der Schülerunion habe er sich aber – überrascht von der Vielfalt an neuen Möglichkeiten zum Mitgestalten – von einem „Aha-Erlebnis“ zum nächsten vorgetappt.

„360-Grad-Feedback“ zwischen Schülern, Lehrern und Schulverwaltung

Die Schülerunion sieht er als eigenständigen, breit gefächerten Verein, der Sympathisanten aller politischen Strömungen zusammenführe. Unabhängig vom Ausgang der Nationalratswahl wolle man sich dafür einsetzen, so viele Schüler-Anliegen wie möglich ins Regierungsprogramm zu bekommen.

Ein Fokus liegt am „360-Grad-Feedback“ zwischen Schülern, Lehrern und Schulverwaltung. Dieses soll den gegenseitigen Informationsaustausch bzw. die Kommunikation verbessern, der Nationalrat hat die Erstellung eines Konzeptes bereits angestoßen. Zentrale Anliegen sind auch die Bewusstseinsbildung für den Klimawandel an Schulen oder die Etablierung von Medienkunde zur Förderung eines kritischen Befassens auch mit Social Media in Kombination mit politischer Bildung.