Girls’ Day will Mädchen für Handwerk stärker begeistern. Seit Montag bis 24. April findet die alljährliche Messe „Girls’ Day” statt. Bei der Informationsveranstaltung sollen junge Mädchen handwerkliche sowie technische Berufe kennenlernen.

Von Ondrej Svatos. Erstellt am 21. April 2021 (13:30)
von links nach rechts: Frauen- und Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP), Vera Sares (Vorsitzende Frau in der Wirtschaft), Landesgeschäftsführer Sven Hergovich (AMS NÖ), Geschäftsführerin Michaela Roither (IV NÖ) bei der virtuellen Pressekonferenz „Girls Day 2021"
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Installateurin, Mechatronikerin und Kamerafrau. Das sind Beispiele von Berufen, für die Schülerinnen bei der gerade stattfindenden Infomesse „Girls’ Day” motiviert werden sollen. Im Rahmen der Veranstaltung stehen 37 Betriebe seit Montag bis 24. April rund 560 Schülerinnen aus 31 Schulen online zur Verfügung. Interessentinnen können die Unternehmen online auf ihrem Messestand besuchen und sich in Live-Chats austauschen.

„Corona konnte bereits vieles verhindern, aber nicht „Girls Day 2021" und das ist wichtig, denn gerade in diesen Zeiten ist es für Schülerinnen notwendig, dass die bewährten Formate in der Phase der Berufsorientierung auch weiterhin zur Verfügung stehen”, sagt dazu im Rahmen einer Pressekonferenz Frauen- und Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Zudem betont sie, dass auch Männer mehr in den frauendominierten Branchen wie etwa Pflege oder Pädagogik vertreten werden sollen.

Vera Sares, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Niederösterreich appelliert an die Jugend, den Girls‘ Day zur Berufsorientierung zu nutzen und hebt hervor, dass es nicht wichtig sei, welche Berufe der Freundeskreis oder die Eltern erlernen wollen, sondern welchem Beruf die Person selbst nachgehen will. Denn wie Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung NÖ erklärt: „Es gibt in manchen HTLs noch immer weniger als zehn Prozent Schülerinnen. Auch bei technischen Lehrberufen oder technischen Studienrichtungen sind junge Frauen immer noch unterrepräsentiert. Dadurch verpassen sie aber wichtige Chancen – schließlich warten gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich die Arbeitsplätze der Zukunft, die noch dazu überdurchschnittlich gut bezahlt sind.”