49 Manipulationen an Bankomaten geklärt. Mit der Festnahme von zwei Verdächtigen sieht die Polizei zahlreiche Manipulationen an Bankomaten in mehreren Bundesländern geklärt. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Mödling war von zumindest 49 Fällen die Rede.

Erstellt am 24. Juli 2013 (13:26)
NOEN, LPD NÖ
CI Alfred Kainz, Oberst Ernst Schuch, HR Dr. Franz Prucher, CI Josef Grasel und Major Michael Hochgerner (v.l.n.r.). Foto: LPD NÖ
Die Mehrzahl (38) trug sich in Niederösterreich zu. Elf weitere Manipulationen werden den Beschuldigten, zwei rumänischen Staatsbürgern, in der Steiermark, in Oberösterreich und im Burgenland zur Last gelegt. Beute: etwa 10.000 Euro.

Wie die Ermittler mitteilten, wurde das Duo im Alter von 31 und 37 Jahren am vergangenen Freitag im Zuge einer Fahndung in Lilienfeld festgenommen. Ein mutmaßlicher Komplize ist noch flüchtig. Nach dem Mann wird gefahndet.



Die Verdächtigen sollen bei ihren Manipulationen die Geldausgabeschlitze mit einer Aluleiste überklebt haben. Geschehen sei das immer außerhalb der Öffnungszeiten der Geldinstitute, damit sich Kunden nicht an Bankmitarbeiter wenden konnten, so die Polizei. War "die Luft rein", nahmen die Täter die Leiste ab und das am Klebeband haftende Bargeld an sich.

Die Männer sollen in den Bezirken St. Pölten, Lilienfeld, Tulln, Korneuburg, Waidhofen an der Thaya, Gmünd, Zwettl, Horn, Hollabrunn, Baden, Mödling, Neunkirchen und Wiener Neustadt zugeschlagen haben. Außerdem werden ihnen acht Manipulationen in der Steiermark (Bezirke Leoben, Liezen, Mürzzuschlag, Murtal, Graz-Umgebung und Hartberg), zwei in Oberösterreich (Bezirke Freistadt und Ried im Innkreis) sowie ein derartiger Fall im Burgenland (Bezirk Neusiedl am See) angelastet.

Das festgenommene Duo wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Bis zum Abschluss der Ermittlungen werde damit gerechnet, dass sich die Zahl der Tatorte und damit der Manipulationen an Bankomaten noch erhöht, hieß es am Mittwoch.