Abschluss war „irrtümlich“ getürkt. Wegen Urkundenfälschung musste sich Korneuburger vor Gericht verantworten.

Erstellt am 16. Juni 2014 (10:23)
NOEN, Erwin Wodicka (www.BilderBox.com)
„Ja, es ist ein Fehler passiert. Es war ein Versehen. Ich habe Vermessungstechnikerin gelernt, aber nie einen Abschluss gemacht. Für meine Eltern habe ich dann ein Lehrabschlusszeugnis gebastelt, eingescannt und in meinen Computer-Ordner ,Lebenslauf‘ gestellt. Das war vor rund 18 Jahren. Unabsichtlich schickte ich das Fake-Zeugnis dann mit den Bewerbungsunterlagen an das Bundesrechenzentrum“, erklärt eine 39-Jährige aus dem Bezirk Korneuburg zum Vorwurf der Urkundenfälschung vor Gericht.

Das Zeugnis überzeugte die erfahrene Personalchefin aber nicht, und Nachfragen brachten den Schwindel ans Tageslicht.
„Es war wirklich nur ein Versehen. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich erfahren habe, dass das Fake-Zeugnis bei den Unterlagen war. Bei meinen bisherigen Vorstellungsgesprächen musste ich immer nur das letzte Dienstzeugnis vorlegen, nie einen Lehrabschluss vorweisen“, beteuert die 39-Jährige.

Richterin Lydia Rada lässt Milde walten und ist mit einer diversionellen Erledigung einverstanden: Die Frau muss 80 Stunden gemeinnützige Leistung erbringen, dann wird das Strafverfahren gegen sie eingestellt.