Vorbeugung von hitzebedingtem Fischsterben. Durch die anhaltende Trockenheit und Hitze steigt die Gefahr für Fischsterben aufgrund von Sauerstoffmangel in den Gewässern.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 08. August 2018 (13:49)
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Fischesterben

In Niederösterreich ist nach Angaben von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) bereits im Vorjahr ein Alarmierungssystem installiert worden, um kritische Situationen für den Fischbestand möglichst früh erkennen zu können.

"Durch die Warnung können Maßnahmen gesetzt werden, um Fischsterben möglichst zu verhindern." Pernkopf nannte beispielsweise eine erhöhte Wasserabgabe bei Kraftwerken, Verringerung von Wasserentnahmen aus dem Fluss und auch das gezielte Bergen von Fischen aus kritischen Gewässerstrecken durch die Fischereirechtsbesitzer unter Koordinierung mit dem niederösterreichischen Landesfischereiverband.

In einer Fischteichanlage in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) war laut Medienberichten am Wochenende der gesamte Bestand verendet. Hunderte Tiere - Welse, Hechte, Störe, Karpfen - starben. Laut dem Besitzer befand sich im Teich ein Fischbestand von rund 4.600 Kilogramm.

Laut der Aussendung wird die Wassertemperatur an rund 50 Messstellen im gesamten Gewässernetz des Bundeslandes mit einem Echtzeitsystem gemessen. Wird an einer Stelle über einen Zeitraum von eineinhalb Tagen ein kritischer Wert überstiegen, erfolgt eine automatisierte Warnung sowohl an den Landesfischereiverband als auch an die jeweilige Bezirkshauptmannschaft. Bei Forellengewässern liegt der Alarmwert bei 22 Grad Celsius, bei Gewässern mit karpfenartigem Fischbestand bei 28 Grad Celsius.

Landesfischermeister Karl Gravogl erinnerte an eine ähnliche Hitzeperiode 2015: "Wir haben daraus gelernt und gemeinsam mit dem Initiator des Projektes, LH-Stellvertreter Pernkopf, und Behörden ein richtungsweisendes Alarmsystem entwickelt, das nun auch dieses Jahr seinen Schutz für die Wassertiere entfalten soll."

Wenn bereits ein Fischsterben beobachtet wird, sollte die jeweilige Bezirkshauptmannschaft bzw. Magistrat oder die nächste Polizeiinspektion verständigt werden. Wichtig seien Angaben über das betroffene Gewässer, den genauen Zeitpunkt, über Auffälligkeiten an den Fischen und am Gewässer.