Allentsteig soll bei Heeresforsten bleiben. Die ÖVP will, dass am Truppenübungsplatz (Tüpl) Allentsteig alles beim Alten bleibt. Der Plan von Verteidigungsminister Darabos, die Verwaltung der Heeresforste auszugliedern und an die Bundesforste zu übergeben, wird von ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits vehement abgelehnt.

Erstellt am 30. März 2012 (11:18)

Die ÖVP will, dass am Truppenübungsplatz (Tüpl) Allentsteig alles beim Alten bleibt. Der Plan von Verteidigungsminister Darabos, die Verwaltung der Heeresforste auszugliedern und an die Bundesforste zu übergeben, wird von ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits vehement abgelehnt. Das Bundesheer soll "Herr im eigenen Haus" bleiben, so Klikovits.

Die Ausgliederung der Heeresforste sollte eigentlich schon im Dezember 2010 von der Koalition beschlossen werden - scheiterte damals allerdings an einer Abstimmungspanne im Parlament.

Eine Übergabe an die Bundesforste wäre für den ÖVP-Abgeordneten "unverständlich": "Wir wollen, dass die militärische Nutzung im Vordergrund steht. Das heißt, die gesamte Verwaltung muss bei den Heeresforsten bleiben." Nur so wäre gesichert, dass man sich nach den Erfordernisses des Heeres und nicht nach jenen der Jagd richtet.

"Es wird geheim verhandelt. Ich erwarte mir aber mehr Transparenz als Koalitionspartner." Die Position der ÖVP sei jedenfalls klar und er stehe jederzeit für Gespräche zur Verfügung, meinte Klikovits in Richtung Darabos.

Auch die Allentsteig-Bauern, die durch die Auslagerung der Heeresforste um ihre Felder fürchten, seien ein "Teilaspekt", so der Wehrsprecher: "Mit der Ausgliederung handeln wir uns mehr Probleme ein, als wenn wir es so belassen würden." Klikovits schlägt vor, die Militärnutzung des Tüpl international besser zu vermarkten: "Da käme Geld rein."

Ende 2010 war die Position noch eine andere, da sollte im Rahmen des Sparpakets die Ausgliederung im Nationalrat beschlossen werden. Bei der von der FPÖ beantragten namentlichen Abstimmung votierten die SPÖ und ein Großteil der ÖVP versehentlich gegen die Ausgliederung und Übergabe an die Bundesforste. Dem koalitionären Anliegen blieben damals kurioserweise letztlich nur sechs Stimmen aus dem Bereich der Volkspartei.