Tödlicher Traktorunfall bei Polterer: Prozess im April. Lenker wegen grob fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Gemeingefährdung angeklagt.

Von APA Red. Erstellt am 14. März 2019 (13:18)
Symbolbild
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Wegen eines Traktorunfalls bei einem Polterabend in Allhartsberg (Bezirk Amstetten), bei dem die Braut gestorben ist, muss sich der Lenker am 17. April in St. Pölten vor Gericht verantworten. Dem Mann werden grob fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Gemeingefährdung vorgeworfen, bestätigte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag einen ORF NÖ-Bericht.

Bei dem Unfall am frühen Abend des 8. September 2018 war der Anhänger auf der Landesstraße zwischen Allhartsberg und Sonntagberg umgestürzt. Sechs Frauen wurden schwer, sieben weitere leicht verletzt. Die Braut erlag eineinhalb Wochen später im Krankenhaus ihren Kopf- und Thoraxblessuren. Auch zwei Schwangere waren unter den Verletzten.

Der Lenker hatte bei der Polizei angegeben, dass er zu schnell in eine Kurve gefahren sei. Dies wurde von einem Sachverständigen bestätigt. Ein Gutachten ergab laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, Leopold Bien, dass überhöhte Geschwindigkeit zum Umstürzen des nicht zum Personentransport zugelassenen Anhängers geführt hat. Im Fall einer Verurteilung in der Einzelrichterverhandlung drohen dem Mann bis zu drei Jahre Haft.