Alle Infos zu Kinderimpfung, drittem Stich und Vakzin-Zulassung

Die wichtigsten Infos zu Kinderimpfung, drittem Stich und Vakzin-Zulassung.

Erstellt am 30. November 2021 | 09:06
Lesezeit: 2 Min
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Start des Impfens für 5- bis 12-Jährige: Über 11.000 Kinder wurden bisher für eine Erstimpfung in NÖ angemeldet.
Foto: APA/Schaler

Auffrischung nach vier Monaten möglich, nach sechs nötig

Für Verwirrung sorgte die politische Ankündigung, dass die Drittimpfung vorgezogen wird und schon nach vier Monaten erfolgen soll. In den Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums heißt es für den Großteil der Niederösterreicher – also mit mRNA-Vakzinen Erstgeimpfte über 18 –, dass die dritte Dosis nach vier Monaten gegeben werden kann und nach sechs gegeben werden soll .

Offiziell schon nach vier Monaten empfohlen ist sie nur für Über-65-Jährige, Risikopatienten und mit AstraZeneca Geimpfte. Das hat zur Folge, dass einzelne Ärzte bei allen anderen den Drittstich vier Monate nach dem zweiten nicht durchführen. „Die Impfung ist dann off-label, und es muss genau besprochen werden, ob sie schon sinnvoll ist“, erklärt man bei Notruf NÖ. Personen, die einmalig mit Johnson&Johnson geimpft wurden, sollen nach 28 Tagen eine zweite Dosis erhalten. Der Abstand zur dritten ist dann wie bei den anderen. Wer unsicher ist, wann der der richtige Zeitpunkt ist, kann ihn hier errechnen: www.auffrischung.at

120-Tage-Abstand nötig für den Grünen Pass

Zu beachten ist der Mindestabstand zwischen den Impfungen, um eine Eintragung in den Grünen Pass zu erhalten. Die Drittimpfung muss mehr als 120 Tage nach der zweiten erfolgen. Wird die Dosis am 120. Tag verabreicht, wird sie zwar im E-Impfpass eingetragen, aber im Grünen Pass nicht vermerkt. Um das zu verhindern, werden Leute, bei denen die Zeit noch nicht verstrichen ist, von Ärzten abgewiesen. Der Grüne Pass verliert ab 6. Dezember 270 Tage nach der zweiten Dosis seine Gültigkeit.

Impfung für 5- bis 11-Jährige freigegeben

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) gab grünes Licht für die Impfung der 5- bis 11-Jährigen mit Biontech/Pfizer. In NÖ wurden bisher 14.000 Termine gebucht. Kinder erhalten ein Drittel der Erwachsenen-Dosis und auch zwei Teilimpfungen. Geimpft wird bei niedergelassenen Ärzten und in den Impfzentren St. Pölten, Wiener Neustadt, Tulln, Wieselburg; bald auch Gmünd, Laxenburg, Baden und Traiskirchen. „Dort gibt es eigene Impfkojen, Kinderärzte, zudem ist mehr Zeit für Aufklärung vorgesehen“, erklärt Notruf-Sprecher Stefan Spielbichler.

Biontech/Pfizer ist wieder knapp

Kindern, Unter-30-Jährigen, Schwangeren und Stillenenden wird nur Biontech/Pfizer empfohlen. Für diese Gruppen soll weiter ausreichend vorhanden sein. Für andere Menschen heißt es zurzeit oft: „Pfizer ist aus!“. Ärzte kritisieren, dass sie nicht mehr von dem Vakzin nachbestellen können. Bei Notruf NÖ erklärt man die Knappheit mit der verkürzten Zeitspanne zum dritten Stich: Ursprünglich wurde der erst nach neun bis zwölf Monaten empfohlen. Der Großteil der Landsleute hätte ihn also im Jänner und Februar benötigt. „Für diese Zeit wurde neuer Impfstoff bestellt“, erklärt Spielbichler. Durch die geänderte Empfehlung braucht es die Vakzine jetzt. Vom Gesundheitsministerium wird versucht, frühere Lieferungen zu bekommen. Von Moderna ist weiter genügend vorhanden.

Impfstoff verliert seine Zulassung nicht

Durch Soziale Medien geistern Meldungen, wonach die Vakzine bald ihre Zulassung verlieren sollen. Grundsätzlich stimmt das: Die bedingte Zulassung gilt routinemäßig ein Jahr. Das läuft Ende 2021 bzw. Anfang 2022 aus. Alle Hersteller haben jedoch bereits Verlängerung beantragt. Die wurde zum Teil auch schon erteilt.