Arsen-Vergiftungen: U-Haft über verdächtige Pflegerin verlängert. Im Fall der festgestellten Arsen-Vergiftungen eines Wieners (68) und eines Niederösterreichers (62) ist die U-Haft über die tatverdächtige Pflegerin am Montag verlängert worden.

Erstellt am 16. Juli 2012 (15:16)
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Das teilte Franz Hütter, Sprecher der Staatsanwaltschaft Krems, mit. Die nächste Haftprüfung findet in zwei Monaten - am 16. September - statt. Das psychiatrische Gutachten zur Klärung der Zurechnungs- und Verhandlungsfähigkeit der Beschuldigten erwartete Hütter in etwa vier Wochen.

Die Männer starben im Oktober 2010 und Februar 2011 in Krankenhäusern in Wien und Krems. Die Ende März festgenommene Polin (51) steht im Verdacht, sie getötet zu haben, um an ihre Vermögenswerte zu gelangen. Die Leichen wurden Anfang April exhumiert. Die toxikologische Untersuchung ergab als Todesursache Arsen. Laut Gutachten des Sachverständigen Christian Reiter erfolgte die Zufuhr des Gifts, das in den Nägeln und Organen der im Oktober 2010 und Februar 2011 Verstorbenen nachgewiesen wurde, jeweils über einen Zeitraum von mehreren Monaten.