Suche nach 66-Jährigen geht weiter. Die Suche der Polizei nach einem 66-jährigen Steirer, der am Sonntag auf seine Nachbarn geschossen und zwei von ihnen getötet haben soll, ist am Mittwoch weiter gelaufen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 01. November 2017 (11:55)
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Hunderte Beamte sind im Einsatz
Hunderte Beamte sind im Einsatz
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 "Es wird weiter im Großraum des Tatorts in Stiwoll nach dem Mann gesucht", sagte Polizeisprecher Jürgen Haas auf APA-Anfrage. Hinweise, der Verdächtige könnte sich in Amstetten aufhalten, hätten sich als negativ herausgestellt.

"Wir gehen weiter jedem Hinweis nach", meinte Haas. Neue Beobachtungen von Passanten seien aber nicht gemeldet worden. Vorerst suche man daher weiter in den Wäldern und in der Umgebung des Wohnhauses des Verdächtigen, von wo aus die tödlichen Schüsse abgegeben wurden.

Die Lage wird laufend überprüft

Wie lange die Polizei die derart intensive Fahndung - Hunderte Beamte sind im Einsatz - aufrecht halten werde, konnte Haas nicht sagen. "Die Lage wird laufend überprüft", so der Polizeisprecher.

In der Nacht hat die Polizei auch Stollen und Höhlen in der Umgebung des Tatorts in Stiwoll (Bezirk Graz-Umgebung) durchsucht. "Es hat in Stiwoll in früheren Zeiten ein Silberbergwerk gegeben", so Haas. Man vermutete, der Gesuchte könnte sich dort verbergen, fand ihn aber nicht.

Wir haben noch genug zum durchsuchen" Haas

"Das Stollensystem wurde von Kräften des Einsatzkommandos Cobra unter widrigsten Bedingungen untersucht." Die Stollen seien sehr alt, vielerorts dringe Wasser ein, teilweise bestehe Einsturzgefahr. Gefunden wurde der Verdächtige aber nicht. Generell sei das hügelige, bewaldete Gebiet um Stiwoll sehr anspruchsvoll für die Suche, sagte Haas. "Wir haben noch genug zu durchsuchen."

Zum Schutz von möglicherweise gefährdeten Personen hält sich die Polizei weiter an ihre Gefährdetenliste. "Darauf stehen zum Beispiel Staatsanwaltschaften und Bezirkshauptmannschaften, mit denen der Verdächtige immer wieder Probleme hatte." Auch einzelne Personen, die mit dem 66-Jährigen zu tun hatten, werden vermehrt durch Streifen überwacht.

Auch in Teilen NÖs und OÖs im Einsatz

In Niederösterreich ist die Fahndung nach dem 66-jährigen Steirer, der am Sonntag auf seine Nachbarn geschossen und zwei von ihnen getötet haben soll, am Mittwoch weiter gelaufen. Im Nahbereich zur steirischen Landesgrenze sowie im Gebiet Amstetten, St. Valentin und im Bereich der Donaubrücke Richtung Mauthausen (OÖ) seien verstärkt Streifen unterwegs, teilte die Polizei mit.

In der Nacht auf Mittwoch wären mehrere Personen überprüft worden. Mehr könne jedoch aus einsatztaktischen Gründen nicht gesagt werden, erklärte Polizeisprecher Johann Baumschlager. Am Dienstag war nach Hinweisen aus der Bevölkerung eine Alarmfahndung ausgelöst worden, diese wurde inzwischen auf normale Streifentätigkeit zurückgestuft.

Laut Baumschlager wurde außerdem ein 32 Personen starker Zug der Einsatzeinheit NÖ in die Steiermark entsandt, um die dort laufende Suche zu unterstützen.