In einem Pkw fahren im Schnitt 1,3 bis 1,4 Personen. Der Mittelwert bei der Besetzung von Kraftfahrzeugen trifft auch auf Niederösterreich zu.

Erstellt am 13. Mai 2018 (09:49)
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Anreize führen praktisch kaum zur häufigeren Bildung von Fahrgemeinschaften, meint Verkehrsminister Hofer unter Berufung auf Studien.

In Niederösterreich fahren im Durchschnitt einer Pkw-Fahrt 1,4 Personen mit. Damit liegt Niederösterreich im bundesweiten Schnitt, der bei 1,3 bis 1,4 Personen je Pkw-Fahrt liegt. Diese Daten gibt Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Neos, die der NÖN vorliegt, bekannt.

"Keine entscheidenden Unterschiede zwischen den Bundesländern"

Allerdings beziehen sich diese Ergebnisse auf bereits etwas ältere Daten aus den Jahren 2013/14. Zwischen den österreichischen Bundesländern sind jedenfalls, so erläutert der Ressortchef, keine entscheidenden Unterschiede feststellbar, wenn es darum geht, wie viele Personen pro Jahr in einem Auto unterwegs sind.

Die Mittelwert liegt in allen Bundesländern bei 1,3 bis 1,4 Personen als Mittelwert. Urlauber- und Transitfahren von Nicht-Österreichern sind in die Berechnung nicht einbezogen worden. Würde man diese Fahrten auch einrechnen, so wären die Autos im Schnitt mit mehr als 1,4 Personen besetzt, weil in Urlauberautos im Regelfall mehr Mitfahrer unterwegs sind.

In den 1970er Jahren waren im Durchschnitt mehr Personen gemeinsam in einem Kfz unterwegs. Damals lag der Mittelwert bei zwei Personen. Danach hat es bis heute einen recht kontinuierlichen Rückgang des Durchschnittswertes auf 1,3 bis 1,4 Personen gegeben. Österreich liege damit auf einer Linie mit sozial und ökonomisch vergleichbaren Ländern, teilte der Verkehrsminister dem niederösterreichischen Nationalratsabgeordneten Douglas Hoyos mit.

An Sonn- und Feiertagen sind im Schnitt 1,7 Menschen in einem Auto unterwegs

Auch zwischen den einzelnen Bezirken gibt es bei der durchschnittlichen Besetzung von Autos nur geringe Unterschiede. Etwas mehr Mitfahrer gibt es jedoch an Sonn- und Feiertagen. Da sind die Autos im Schnitt mit 1,7 Personen besetzt, wird in der Auskunft Hofers angeführt.

In Österreich seien Pilotprojekt für eine stärkere Besetzung von Autos etwa aus Linz, Graz und Salzburg aus der Vergangenheit bekannt. Die Ergebnisse deuteten aber darauf hin, dass kürzere Fahrzeiten und Ersparnisse kein Anreiz seien, häufiger Mitfahrgelegenheiten zu nützen.

Hoyos wollte auch wissen , ob es im Verkehrs- und Infrastrukturministerium Pläne für mehr Fahrgemeinschaftsspuren in Österreich gebe. Hofer verweist in seiner Antwort darauf, dass es im Raum Linz seit vielen Jahren ein derartiges Projekt gebe. Aktuelle seien ihm darüber hinaus keine Pläne für Fahrgemeinschaftsspuren bekannt, erläuterte der Minister.

Immerhin zeige dies aber, dass bereits rechtliche Konstruktionen für Fahrgemeinschaftsspuren vorhanden seien. Die Vollziehung der Straßenverkehrsordnung sei außerdem Ländersache. Die Einrichtung eigener Spuren für Fahrgemeinschaften falle somit nicht in die Vollziehung des Bundes, stellte Verkehrsminister Hofer klar.