Bayerische Großbrauereien erlassen NÖ-Wirt Strafzahlung. Erleichterung bei einem Wirt aus Niederösterreich. Er muss nicht, wie er bereits zähneknirschend akzeptiert hatte, eine Strafe von rund 2.500 Euro nach Bayern wegen seines "Wiesenbieres" bezahlen, da in Bayern von Großbrauereien ein "Wiesnbier" geschützt ist.

Erstellt am 30. Mai 2013 (10:53)
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Der große Medienrummel, der über die Causa entstanden war, ließ die Großbrauereien ihre Anwälte offenbar zurückpfeifen. "Die Pressesprecherin von der Paulaner Brauerei hat im Namen aller sieben Großbrauereien angerufen und uns zugesichert, dass wir nicht zahlen müssen", freute sich der Wirt in einer schriftlichen Mitteilung.

"Der Medienrummel war heftig, aber wir freuen uns jetzt alle", meinte der Wirt. Man sei mit den Bayern nun wieder "Freunde, weil Braukollegen", habe man sich gegenseitig beim Telefonat versichert. Dass man nicht zahlen müsse, werde auch noch in einem Schreiben bestätigt werden, so der Gastronom. Sein herbstliches Hausbier will - und muss - der Wirt in Zukunft unter anderem Namen anbieten, der noch überlegt wird.

Der Wirt hatte wie berichtet ab 2008 jeweils im Herbst rund 100 Liter "Wiesenbier" gebraut. In den Jahren darauf ließen die Brauereien wie Löwenbräu, Augustiner-Bräu, Paulaner, Spaten-Franziskaner-Bräu und nicht zuletzt das Staatliche Hofbräuhaus in München allerdings ein "Wiesnbier" schützen.

Ursprünglich hatten die Anwälte 10.000 Euro vom Niederösterreicher mit Gasthausbrauerei gefordert. Sein Anwalt mutmaßte offenbar richtig, dass die gegnerischen Rechtsanwälte wohl ohne fundierte Rücksprache mit den Großbrauereien, organisiert im Verein Münchner Brauereien e.V. gehandelt hätten, "sondern der wesentliche Impetus für die Einleitung des außergerichtlichen Abmahnverfahrens wohl die damit verbundenen Spesen (Honorar) der Anwälte gewesen sein mag".

Über die Causa war nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland berichtet worden.