Hochrisiko-Patienten können nun Antikörper-Therapie erhalten

Aktualisiert am 18. Januar 2022 | 15:41
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Krankenhaus Intensivstation Symbolbild
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Foto: thekopmylife, Shutterstock.com
In fünf Kliniken werden Niederösterreichern mit Vorerkrankungen Infusionen verabreicht, die sie vor schweren Corona-Verläufen schützen sollen. Vier Patienten haben das bisher in Anspruch genommen.
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Aufgrund der steigenden Infektionszahlen rechnet man in Niederösterreich schon bald auch mit wesentlich mehr Covid-Patienten in den Spitälern. Für Hochrisiko-Patienten, die Vorerkrankungen haben und an Corona erkranken, gibt es eine neue Antikörper-Behandlung mittels Infusion. Angeboten wird die an fünf Klinik-Standorten in Niederösterreich - in Wiener Neustadt, St. Pölten, Stockerau, Waidhofen/Thaya und Melk. 

Über eine Infusion werden Antikörper an die Patienten verabreicht, um sie vor einem schweren Verlauf zu schützen. Hierfür wird der in Österreich zugelassene Wirkstoff „Sotrovimab“ verwendet. Dieser wird mittels einer Trägerflüssigkeit intravenös verabreicht. Die Behandlung erfolgt ambulant und im besten Fall schon in den ersten Tagen der Infektion. 

Die Termine für die Antikörper-Behandlung werden vorab vereinbart. Dazu muss ein Online-Fragebogen ausgefüllt werden. Der Link zur Anmeldeseite wird von der Gesundheitsbescheide mit dem Bescheid über eine Corona-Infektion übermittelt. Behandelt werden ausschließlich Covid-positive und symptomatische Personen.  Die Termine werden nach vorheriger Abklärung durch ärztliches Personal über Notruf NÖ in Abstimmung mit den Kliniken vereinbart.

Pernkopf: Behandlung ersetzt die Impfung nicht

„Die Therapie ist eine gute Möglichkeit, allen Hochrisikopatienten, wie beispielsweise  Personen mit einem geschwächten Immunsystem nach einer Chemotherapie oder mit Herz- Kreislauferkrankungen oder chronischer Niereninsuffizienz, vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen. Daher setzen wir mit diesem Angebot einen weiteren wichtigen Schritt im Kampf gegen die Pandemie“, erklärt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP). Gleichzeitig betont er, dass die Antikörper-Therapie die Impfung nicht ersetze. 

Vier Personen haben die Therapie bisher erhalten

Bisher haben die Behandlungsform bereits vier Patienten über die Plattform von Notruf NÖ in Anspruch genommen.  In Kürze sollte auch eine weitere Therapie zur Verhinderung der Virusvermehrung mittels oraler Medikamente zur Verfügung stehen. "Wir hoffen, dass wir dadurch viele PatientInnen vor einem schweren Verlauf schützen können“, sagt Notruf-NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka.