Beschwerden von Soldaten nehmen ab. Bundesheer / WenigerBeschwerden, aber fürAttraktivierung fehlt Geld. Für das Bundesheer war 2012 kein einfaches Jahr. Umso erfreulicher: Der Umgangston beim Heer wird besser.

Erstellt am 01. April 2013 (20:29)
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Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Parlamentarischen Bundesheerkommission hervor. Zwar wurden im vergangenen Jahr mehr als 3.000 Anfragen an die Kommission gestellt, aber nur 394 Beschwerdeverfahren letztendlich auch eingeleitet. Zum Vergleich: 2011 waren es 504.

Die Hälfte der Beschwerden bezog sich auf die Ausbildung und den Dienstbetrieb, knapp ein Viertel auf Personalangelegenheiten. Die Beschwerdeführer sind meist Offiziere (43 Prozent), nur 25 Prozent der Beschwerden kamen von Grundwehrdienern, die meist den Sold von 300 Euro bemängelten.

Mehr finanzielle Mittel fordert auch die Bundesheerkommission. „Wenn die Mittel nicht da sind, um Missstände zu beheben, ist auch die Attraktivität des Wehrdienstes in Frage gestellt“, sagt der Vorsitzende Walter Seledec. Er kritisiert vor allem Missstände bei Unterkünften wie 16-Mann-Zimmer. Außerdem fordert Seledec, dass sich künftig auch Zivilpersonen an die Kommission wenden dürfen. Derzeit ist das nur Uniformträgern gestattet.