Betrüger über den Tisch gezogen. Vertrauensvoll übergab eine Kremserin (50) einem Bekannten (41) aus dem Bezirk Gänserndorf ihr Fahrzeug zur Reparatur. Statt das Auto im Wert von rund 5.000 Euro wieder flott zu machen, verkaufte es der Weinviertler mit gefälschten Papieren um 3.700 Euro.

Erstellt am 28. Oktober 2014 (06:36)
NOEN, Erwin Wodicka

Die Kremserin war mit der Aktion ganz und gar nicht einverstanden und stellte den 41-Jährigen vor die Wahl: „Auto zurück oder Betrugsanzeige.“

Das Ultimatum brachte den einschlägig vorbestraften Weinviertler gehörig ins Schwitzen: Es gelang ihm zwar, das Auto nach massiven Schwierigkeiten wieder zurückzukaufen, dafür musste er aber tief in die Tasche greifen. Für 5.700 Euro bekam er den Wagen wieder.

"Plan ging gehörig schief"

Die „Rückholaktion“ erfolgte aber nicht schnell genug – Ermittlungen gegen den Weinvierter liefen bereits.

„Ich wollte mit dem Verkauf des Wagens was dazuverdienen. Der Plan ging aber gehörig schief und eigentlich wurde ich dann selbst über den Tisch gezogen“, gibt der Weinviertler seufzend zu. Richterin Monika Fasching-Lattus verhängt über den Vorbestraften wegen schweren Betruges 13 Monate Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.