4.300 Gegenstände auf Autobahn & Schnellstraße verloren. Mehr als 4.300 verlorene Gegenstände sorgten 2018 für höchste Gefahr auf Autobahnen und Schnellstraßen

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 31. Juli 2019 (10:26)
ASFINAG

Verlorene Gegenstände auf Fahrbahnen sind ein hohes Sicherheitsrisiko. Ausweich- oder unvermittelte Bremsmanöver lösen gefährliche Situationen aus, Unfälle sind keine Seltenheit. 2018 haben sich die Meldungen über Gegenstände auf der Fahrbahn in Österreich im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt. 4.386 Meldungen registrierte die ASFINAG beim Verlust von Ladegut auf Autobahnen und Schnellstraßen im Vorjahr.

„Die mangelnde Sicherung von Ladegut auf Dachträgern und Anhängern oder auch verlorene Fahrzeugteile können verheerende Folgen haben“ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner

Im Vergleich dazu waren es 2016 knapp 1.900 und 2017 bereits 3.200. „Die mangelnde Sicherung von Ladegut auf Dachträgern und Anhängern oder auch verlorene Fahrzeugteile können verheerende Folgen haben“, warnt ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner. Das gilt nicht nur für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Teams in den ASFINAG Autobahnmeistereien. Christian Ebner: „Mit jedem noch so kleinen Gegenstand, der von der Fahrbahn aufgesammelt werden muss, setzen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unnötiger Weise einer Gefahr aus.“

Damit das verhindert wird, gilt vor Fahrtantritt: Ladegut unbedingt ausreichend mit professionellen Zurr- oder Spanngurten oder passenden Transportboxen sichern! Jeder Verkehrsteilnehmende ist darüber hinaus gesetzlich dazu verpflichtet, für eine geordnete Sicherung von Ladegut zu sorgen. Auch die ASFINAG ist mit Ladegut unterwegs. Regelmäßige Schulungen für die korrekte Sicherung von Gütern und Ladungen sind daher in den 43 Autobahnmeistereien des Autobahnbetreibers ebenfalls verpflichtend.

ASFINAG

Die meisten Meldungen im Bundesländervergleich gab es 2018 übrigens wiederum in der Steiermark, gefolgt von Salzburg und Niederösterreich. Die wenigsten Ladegutverluste gab es im Burgenland, in Tirol und Wien.

Die Meldungen über Gegenstände auf der Fahrbahn kommen entweder direkt von Verkehrsteilnehmenden, von den Verkehrsredaktionen der Radiostationen oder vom ASFINAG-Streckendienst, der Tag und Nacht auf den Strecken unterwegs ist.

Die Verkehrssicherheit ist bei solchen Fällen immer vorrangig: erst den besagten Streckenabschnitt absperren und dann den Gegenstand bergen. Die Hitliste der verlorenen Gegenstände ist lang und teilweise ungewöhnlich: Vom Papierkarton über Zeitungen bis hin zur Couch, dem Kühlschrank oder einem Segelboot ist alles schon einmal auf der Autobahn gelandet.

Die meisten Meldungen in der Steiermark, Salzburg und Niederösterreich

Die verbesserte Qualität bei der Erkennung zeigt: die Ladegutverluste haben in den Bundesländern deutlich zugenommen. Mit 1057 registrierten Verlusten von Ladegut ist die Steiermark 2018 Spitzenreiter im Ranking in ganz Österreich. 2017 lag die Steiermark mit 791 Meldungen ebenfalls an erster Stelle bei den verlorenen Gegenständen. Gleich dahinter folgen 2018 Salzburg (770), Niederösterreich (644), Oberösterreich (527). Wobei in Oberösterreich im Vergleich zu 2017 (153) mit einem Anstieg von 374 Meldungen, der höchste Zuwachs an Ladegutverlusten zu verzeichnen ist.

Vorarlberg (483), Kärnten (326) und Wien (233) liegen im Mittelfeld. Erfreulich hingegen die Entwicklung auf Tirols Autobahnen und Schnellstraßen. Dort ist die Anzahl verlorener Gegenstände von 315 im Jahr 2017 auf 300 im Vorjahr zurückgegangen. Das Burgenland (42) bildet auch 2018 wieder das Schlusslicht beim Thema Ladegutverluste.